Forschung

Studie: 70 Prozent genießen ihre Elternrolle

Eltern kleiner Kinder sind glücklicher als der Bevölkerungsdurchschnitt. Das ergab die repräsentative Studie "Happy Elternzeit oder Kraftakt Familie?" des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag von Humana. 84 Prozent der Eltern gaben hier an, stolz darauf zu sein, Mutter oder Vater zu sein. Und 70 Prozent genießen ihre Elternrolle.

Das Institut befragte mehr als 1000 Eltern von Kindern unter zwei Jahren. Berücksichtigt wurden Beziehungsstand, soziales Umfeld und finanzieller Status. 95 Prozent der Befragten waren Frauen, als hauptsächlich betreuender Elternteil. Auf die Frage, was besonders gut an der Rolle als Mutter oder Vater gefällt, antworteten 79 Prozent, "Zu sehen, wie sich mein Kind entwickelt". Fast alle Eltern kennen aber auch das Gefühl der Überforderung, 12 Prozent haben es häufig, 43 Prozent gelegentlich. Mehr als jeder Dritte hat sich das Leben mit einem Kleinkind anders vorgestellt, für 34 Prozent ist es anstrengender und stressiger als erwartet. Allerdings: Wenn ein Partner dabei ist, mit dem der Alltag geteilt wird, bezeichneten die Befragten ihr Familienleben als glücklich. Alleinerziehende haben meist ein negativeres Bild von ihrem Familienleben. Sie fühlen sich wenig unterstützt, nur sieben Prozent können sich vorstellen, bestimmt wieder ein Kind zu bekommen. Bei Eltern, die in Paarbeziehungen leben oder Unterstützung im Alltag erfahren, sind es rund 40 Prozent. "Hier haben wir konkrete Hinweise, wie Familienpolitik und Gesellschaft junge Familien in Deutschland unterstützen können", sagte Renate Schmidt, frühere Bundesfamilienministerin und Kuratoriumsvorsitzende des Deutschen Familienverbandes e.V. Viele junge Eltern setzten sich stark unter Druck, um Anforderungen, die sie an sich selbst haben, gerecht zu werden. Dabei steht das Bild vom Familienidyll mit perfekten Eltern der Überforderung und dem Bild des Versagens gegenüber.