Medizin

Studie: Kein erhöhtes Sterberisiko nach Sechsfachimpfung

Das Risiko für Babys und Kleinkinder, kurz nach einer Sechsfachimpfung plötzlich zu sterben, ist einer neuen Studie zufolge nicht erhöht. Das Robert-Koch-Institut in Berlin legte die Ergebnisse seiner Studie dazu vor.

Darin wurden ungeklärte und unerwartete Todesfälle von zwei bis 24 Monaten alten Kindern zwischen Juli 2005 und Juli 2008 in Deutschland untersucht. Die Sechsfachimpfung schützt vor Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus, Hepatitis B, Kinderlähmung und dem Erreger Haemophilus infuenzae, der Atemwegserkrankungen und vor allem bei Kleinkindern auch Hirnhautentzündungen auslösen kann. Die Ständige Impfkommission empfiehlt Impfungen gegen diese Krankheiten in den ersten Lebensmonaten, aber nicht zwingend in Form eines Sechsfach-Impfstoffes.

Nach der Einführung von zwei Sechsfachimpfstoffen (Infanrix Hexa und Hexavac) im Jahr 2000 hatten Meldungen über plötzliche Todesfälle von Kleinkindern den Verdacht erweckt, es könne ein Zusammenhang mit den Sechsfachimpfungen bestehen. Viele Eltern waren deshalb in großer Sorge. Die epidemiologische Studie erbrachte jedoch keine Hinweise auf eine gemeinsame Todesursache kurz zuvor geimpfter Kinder, etwa durch Hirnödeme (Wasser im Hirn). Untersucht wurden sowohl die Körper von Kindern, die nach einer Sechsfachimpfung gestorben waren, als auch von Ungeimpften.