Verbraucher

Kontrolleure finden Mängel bei Spielzeug auf Nürnberger Messe

Etwa jedes sechste kontrollierte Spielzeug auf der Nürnberger Spielwarenmesse hatte Sicherheitsmängel. 312 von gut 2000 begutachteten Produkten hätten nicht den Anforderungen entsprochen, sagte Bayerns Familien- und Arbeitsministerin Christine Haderthauer (CSU).

Der Anteil lässt sich allerdings nicht auf sämtliche Spielsachen auf der Messe - das sind rund eine Million - verallgemeinern: Die Kontrolleure suchen explizit bei Herstellern, bei denen sie Mängel vermuten. In diesem Jahr fanden sie weniger als im vergangenen Jahr, als noch jedes vierte kontrollierte Produkt auffiel. Die meisten Spielsachen gerieten wegen unzureichender Kennzeichnung und Warnhinweise in die Kritik. Allerdings gab es auch einige gravierende Mängel. Dazu zählte eine Tierfigur, die bei Kontakt mit Wasser um das Sechsfache statt der erlaubten 50 Prozent aufquoll - mit gravierenden Folgen im Falle des Verschluckens. Ein von einem Modellbahnhersteller verschenkter Sekundenkleber warnte nur auf Englisch vor dem blitzartigen Fixieren, eine Kinderlampe hatte einen Anschluss für 230 statt der erlaubten 24 Volt.

Im Sommer tritt die EU-Spielzeugrichtlinie in Kraft. Diese müsse vor allem bei krebserregenden Stoffen verschärft werden, forderte die Ministerin. Sie plädierte dafür, das deutsche GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit europaweit auszudehnen. Das bisherige CE-Zeichen setze nur auf eine Eigenauskunft der Hersteller, sagte Haderthauer.

( dpa )