Geldtipp

Privat oder gesetzlich? Eine Entscheidung fürs Leben

Gerade wenn man jung und gesund ist, klingt es verlockend: Privatpatient werden.

Im Kopfkino spielt sich die Operation durch den Chefarzt höchstpersönlich wohl ebenso ab wie die bevorzugte Behandlung beim Zahnarzt. Ganz zu schweigen vom Wartezimmer mit weichen Sesseln und Farbfernsehen für die Zerstreuung - adieu, Holzbank-Klasse.

Gerade als Student zahlt man für eine gesetzliche Kasse sowieso. Private Krankenversicherungen mit Studententarif sind in diesem Fall oft nur ein bisschen teurer. Hinzu kommt, dass der Steuergesetzgeber es seinen Bürgern seit dem vergangenen Jahr erleichtert hat, die Krankenversicherung bei der Steuer anzurechnen - das gilt auch für die private Basisversicherung.

Außerdem wurden die Voraussetzungen, an die eine Aufnahme in der Privatkasse geknüpft ist, enorm heruntergeschraubt; ein weiterer Grund, weshalb immer mehr Menschen zumindest mit dem Gedanken spielen, der gesetzlichen Kasse den Rücken zuzuwenden und in die private zu wechseln.

Nicht vergessen sollten all diejenigen jedoch, dass diese Wahl eine fürs Leben ist. Die Rückkehr in die gesetzliche ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich - wer der gesetzlichen Kasse einmal den Rücken gekehrt hat, kann nicht ohne Weiteres zurück. Und der Wechsel hat vor allem einen großen Nachteil: Durch ihn gehen alle Altersrückstellungen verloren, die die private Krankenversicherung gebildet hat.