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Pflegebedürftige Angehörige: Zwei Konzepte zur Entlastung

Wohngemeinschaft In der ambulant betreuten Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte leben Pflegebedürftige mit privatem Zimmer und den WG-üblichen Gemeinschaftsflächen. Bei den sechs Wohngemeinschaften der "Freunde alter Menschen" tritt der Verein als gemeinnütziger Generalmieter einer geeigneten Wohnung oder eines Hauses auf und vergibt Einzelmietverträge an die Senioren (bzw. deren Angehörige/Betreuer), die den privat genutzten Raum und die anteilige Gemeinschaftsfläche umfassen. Der Verein sieht sich als Mediator zwischen den alten Menschen, ihren Betreuern/Angehörigen und Pflegediensten. Privatsphäre bleibt erhalten: durch eigene Möbel, Haustiere oder Schlüssel für die Angehörigen. Der Pflegestandard wird durch die soziale Kontrolle stabilisiert. In Berlin gibt es rund 200 "Senioren-WGs".

Tagespflege Die eigene Wohnung behalten und die Isolation der häuslichen Pflege aufbrechen - das ist das Versprechen der Senioren-Tagespflege. Zwischen dem Hol- und Bringedienst (9 bis 17 Uhr) finden Pflegebedürftige soziale Kontakte sowie körperliche und geistige Anregung, und sie erhalten regelmäßige Mahlzeiten. Unterstützung bei Medikamenteneinnahme und Hygieneaufgaben wird ebenfalls geboten. Die Kosten liegen bei rund 70 Euro pro Tag und werden teilweise von der Pflegeversicherung übernommen.

Kontakt Freunde alter Menschen e. V. Hornstraße 21 in Kreuzberg, Tel. 691 18 83.