Familienpolitik

Wirtschaft kritisiert Pläne für Familienpflegezeit

Die Pläne von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder für eine gesetzlich geregelte Familienpflegezeit stoßen in der Wirtschaft auf Ablehnung.

"Scharfer Kündigungsschutz, unklare Anspruchsvoraussetzungen und neue Bürokratie - im Wesentlichen gibt es neue Belastungen für die Betriebe", sagte Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, den "Ruhr Nachrichten". Die Pflegezeit sei ein Beispiel für "unnötige Regulierung". Laut Gesetzentwurf können Mitarbeiter in Betrieben ab 16 Beschäftigten zur Pflege eines Angehörigen für zwei Jahre bei halber Arbeitszeit 75 Prozent des Lohns erhalten. Danach soll der "Lohnkredit" bei voller Arbeitszeit und reduziertem Lohn abgegolten werden. "Gesetzliche Vorgaben bremsen stets das Eigenengagement und die Kreativität der Betriebe", sagte Dercks.