Medizin

Kuhmilchallergie tritt bei Säuglingen nach vier Wochen auf

Etwa sechs Prozent der Säuglinge leiden unter einer Kuhmilcheiweißallergie. Sie äußert sich in der Regel etwa vier Wochen nach Beginn einer Ernährung mit Bestandteilen der Kuhmilch, sagt Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln.

Säuglinge zeigen meist Hautreaktionen nach dem Genuss von Kuhmilch. Brechreiz, Koliken, Durchfall oder Atemnot sind weitere mögliche Reaktionen auf Kuhmilcheiweiß. Wenn das Baby die ersten sechs Monate nicht ausschließlich mit Muttermilch ernährt werden kann, ist bei Kindern mit nachgewiesener Allergie eine "stark hydrolisierte Formulanahrung" erforderlich. "Lässt die Allergie selbst nach der Einschulung nicht nach, sollten Eltern und Kinder lernen, Etiketten bei Nahrungsmitteln richtig zu lesen", so Fegeler. "Mit dem Kinder- und Jugendarzt sollten Eltern klären, ob ein Notfallset erforderlich und eine Immuntherapie sinnvoll ist."