Bericht

Google-Rechenzentrum bei Berlin scheitert an Wassermangel

Die Google-Rechner in dem Zentrum in Neuenhagen bei Berlin hätten mit Wasser gekühlt werden sollen.

Die Google-Rechner in dem Zentrum in Neuenhagen bei Berlin hätten mit Wasser gekühlt werden sollen.

Foto: Jeff Chiu / dpa

Das US-Unternehmen wollte in Neuenhagen bei Berlin ein Rechenzentrum bauen. Doch daraus wird nichts. Der Grund: Wassermangel.

Potsdam. Das US-Unternehmen Google baut kein Rechenzentrum in Neuenhagen bei Berlin (Märkisch-Oderland). Das berichtet der RBB. Grund dafür sei, dass das Rechenzentrum nicht mit ausreichend Wasser hätte versorgt werden können.

Eigentlich sollte das Rechenzentrum im Industrie- und Gewerbegebiet Neuenhagen entstehen. Dort verläuft eine Starkstromleitung, über die Rechner gut versorgt werden könnten. Laut RBB war der Immobilien-Betreiber schon in Gesprächen mit Google. Etwa 100 Arbeitsplätze sollten in Neuenhagen entstehen.

Der Wasserverband Strausberg Erkner (WSE) habe die Pläne abgelehnt, heißt es. Erst am Mittwoch hatte der Wasserverband entschieden, Wasser für Bürger künftig zu rationieren. Auch für Unternehmen soll es Kontingente geben.

Die Google-Rechner hätten mit Wasser gekühlt werden sollen. Dadurch hätte das Rechenzentrum mit 1,3 Millionen Kubikmeter pro Jahr ähnlich viel Wasser verbraucht wie die Tesla-Fabrik im nahen Grünheide.

Die zunehmende Trockenheit in Brandenburg, vor allem im Sommer, wirkt sich auf die Grundwasserneubildung aus. Die Wasserversorger stehen daher auch mit Blick auf Industrieansiedlungen vor schweren Aufgaben.

Auch in Berlin könnten der Klimawandel und der steigende Verbrauch einer wachsenden Bevölkerung in der Stadt selbst und im Umland schon in wenigen Jahren zu Wassermangel führen. Schon heute saugen Berlins Wasserwerke mehr Grundwasser aus den unterirdischen Speichern unter dem Stadtgebiet als durch Niederschläge neu hinzukommt.

( BM )