Lauter Knall

Glienicke/Nordbahn: Gasexplosion zerstört Einfamilienhaus

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Feuerwehrleute richteten einen Sperrkreis ein.

Feuerwehrleute richteten einen Sperrkreis ein.

Foto: Thomas Peise

Die Bewohner konnten sich ins Freie retten. Das Gebäude kann noch nicht bewohnt werden. Die Ursache für die Explosion ist unklar.

Glienicke/Nordbahn. Nach einer Gasexplosion in einem Wohnhaus in Glienicke/Nordbahn (Oberhavel) haben Kriminaltechniker vor Ort ihre Arbeit aufgenommen. Die Untersuchungen zur Ursache dauerten an, sagte eine Sprecherin der Polizei am Dienstag. Am Montagabend war das Mehrfamilienhaus durch die Explosion völlig zerstört worden. Nach Angaben der Polizei konnten sich der 61 Jahre alte Eigentümer und eine 81 Jahre alte Anwohnerin ins Freie retten. Sie blieben unverletzt.

Am Tag danach war kaum etwas zu sehen von der Explosion. In der Siedlung aus Ein- und Zweifamilienhäuser war nach dem Vorfall wieder Ruhe eingekehrt. Einzig ein Auto der Kriminalpolizei stand an der Straße, ein Beamter machte Bilder vom Unglücksort. Von der Straße aus waren keine Schäden zu erkennen. Demnach muss sich die Explosion im hinteren Teil des Hauses ereignet haben. Der Schock bei Anwohnern saß am Dienstag immer noch tief. „Das war ein ultralauter Knall“, sagte Valeria Eisenbart, die am Morgen nach der Explosion mit ihrem Hund die Straße entlang spazierte. Eisenbart wohnt in einer Nebenstraße. Freunde hätten den Knall noch in drei Kilometern Entfernung gehört, sagte sie. Da am Montagabend aus den stark beschädigten Leitungen immer noch Gas ausströmte, drohte bis in die späten Abendstunden zunächst weiter Explosionsgefahr in der Siedlung am Stadtrand von Berlin. Vorsorglich wurde ein Sperrkreis eingerichtet. Inzwischen sei diese Gefahr gebannt, da der Gasanschluss stillgelegt worden sei, sagte die Polizeisprecherin.

Valeria Eisenbart musste am Montagabend zwar nicht das Haus verlassen, das Gas wurde aber vorsorglich abgestellt. „Ein mulmiges Gefühl hat man da schon. Hier waren unglaublich viele Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr.“ Sie will mitbekommen haben, dass in dem Haus renoviert wurde, am Montagmorgen soll an der Gasleitung gearbeitet worden sein. Die beiden Bewohner des explodierten Hauses können noch nicht zurück in ihr Haus. Sie seien in einem Bungalow in der Nähe untergebracht worden, so die Polizeisprecherin.