Grünheide

Tesla soll Genehmigung für Werk in Grünheide erhalten

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Tesla will Elektroautos deutlich preiswerter machen

Tesla will Elektroautos deutlich preiswerter machen

Tesla will in einigen Jahren deutlich preiswertere Elektroautos auf den Markt bringen. In rund drei Jahren könnte Tesla den Angaben zufolge einen Wagen zum Preis von 25.000 Dollar (21.000 Euro) im Angebot haben. Dies wären 10.000 Dollar weniger als bei dem derzeit preiswertesten Tesla-Modell.

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Der Elektroautobauer Tesla soll laut einem Medienbericht eine abschließende Genehmigung für seine Fabrik in Grünheide erhalten.

Grünheide. Der Elektroautokonzern Tesla soll für seine Fabrik in Grünheide eine abschließende Genehmigung erhalten. Das berichtete "Business Insider" am Mittwoch unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach wird die Genehmigung aber an strenge Auflagen geknüpft sein. Das zuständige Brandenburger Landesamt für Umwelt (LfU) wird von Tesla bei dem Thema Wasser und möglicher Störfälle Nachjustierungen einfordern. Giftige Schadstoffe sollen der Aufsichtsbehörde Sorge bereiten.

Derzeit läuft eine Erörterung der Einwände von Kritikern im Internet. Es werden mehr als 800 Einwendungen gegen die Fabrik abgearbeitet. Diese Abarbeitung wird noch bis Mitte Oktober dauern. Deswegen ist laut "Business Insider" eine Ausstellung der Genehmigung erst im November wahrscheinlich. Ministerpräsident Dietmar Woidke bestätigte den Medienbericht nicht, sagte aber gegenüber der Deutschen Presseagentur, dass die Entscheidung über die abschließende Genehmigung der Tesla-Fabrik noch in diesem Jahr denkbar ist. „Sofern die Anhörung gut läuft und die Einwendungen, die gekommen sind, gut abgearbeitet werden, halte ich es für möglich, dass die Entscheidung über die Genehmigung noch in diesem Jahr kommen wird“, sagte der Regierungschef. Er betonte: „Die Rechtssicherheit muss in jedem einzelnen Verfahrensschritt gewahrt sein.“

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Tesla erhält 17. vorläufige Zulassung

Am Mittwoch hatte das Umweltamt zunächst mitgeteilt, dass Tesla die 17. vorläufige Zulassung erhält. Sie umfasst den Einbau eines Teils der Anlagentechnik. Es handelt sich um die Errichtung von Tanks unter anderem für Frostschutzmittel und Scheibenwaschflüssigkeit. Die Inbetriebnahme sei noch nicht zulässig. Außerdem werden Gastanks für die spätere Lagerung von Stickstoff und Kohlendioxid sowie die vorzeitige Errichtung von Anlagetechnik und Behältern für die Sprinkleranlage vorzeitig zugelassen.

Ursprünglich sollte bereits Anfang Juli die Herstellung von Elektroautos beginnen, inzwischen peilt Tesla aber das Jahresende an. Der Start hatte sich verschoben, weil das Unternehmen seinen Antrag zur Genehmigung um eine Batteriefabrik ergänzte. Geplant sind in einer ersten Phase bis zu 500.000 Autos pro Jahr.

( dpa/BM )