Brandenburg/Havel

500 Beschäftige für neue Behörde im Auswärtigen Amt

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Zu den Aufgaben des neuen Bundesamts gehören die Visumbearbeitung und das Management von Fördergeld.

Zu den Aufgaben des neuen Bundesamts gehören die Visumbearbeitung und das Management von Fördergeld.

Foto: dpa

Allein in Brandenburg an der Havel sollen im neuen Hauptsitz des Auswärtigen Amtes 240 Menschen arbeiten.

Brandenburg/Havel. Im neuen Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten sollen bis Ende des Sommers rund 500 Mitarbeiter beschäftigt sein – 240 davon am Hauptsitz in Brandenburg an der Havel. Das teilte der Leiter der Behörde, Georg Birgelen, mit. 180 neue Stellen sind ausgeschrieben worden, die meisten davon sollen in Brandenburg besetzt werden. Die Nachfrage sei trotz hoher Anforderungen an die Arbeit gut gewesen, sagte Birgelen.

Zu den Aufgaben des neuen Bundesamts für Auswärtige Angelegenheiten gehören die Visumbearbeitung vom Inland aus und das Management von Fördergeldern, zum Beispiel für humanitäre Hilfsprojekte. Die neue Behörde soll sich um „nicht-ministerielle Aufgaben mit Auslandsbezug“ kümmern, für deren Erfüllung Fach-, Auslands- und Fremdsprachenkompetenz erwartet wird. Das Auswärtige Amt und die deutschen Auslandsvertretungen sollen dadurch von Verwaltungsaufgaben entlastet werden.

Die Behörde ist in sechs Fachbereiche aufgeteilt, darunter Visa für Fachkräfte aus dem Ausland, Personalfragen, Verwaltung der Immobilien im Ausland und das Auslandsschulwesen mit derzeitigem Sitz in Bonn. Für die Behörde müsse in Brandenburg an der Havel zunächst noch Platz geschaffen werden, erklärte der Leiter. Geplant sei ein Neubau in der Stadt. Die neue Behörde soll zum 1. Januar 2021 ihre Arbeit aufnehmen.

Beschäftigte sollen nicht alle paar Jahre versetzt werden

Am 24. Juni 2020 war das Gesetz zur Errichtung der neuen Behörde in Kraft getreten. Der Aufbau der Bundesbehörde sei im Januar mit 70 Mitarbeitern begonnen worden, inzwischen liege die Zahl der Beschäftigten bei etwa 200, so Birgelen. In den kommenden Wochen kämen immer mehr Mitarbeiter dazu. „Ich komme mir manchmal vor wie ein großer Pionier, das Ding von Null auf 100 in neun Monaten ist schon eine Herausforderung“, sagte der Leiter über die Aufbauphase. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen nicht alle paar Jahre versetzt werden, wie es im Auswärtigen Amt üblich ist. Sie sollen stattdessen über mehrere Jahre Expertise aufbauen und in agilen Strukturen arbeiten können. Das digitale Visa-Verfahren ist ein zentraler Baustein bei der Ausplanung des Bundesamts.

„Für eine effektive Außenpolitik ist es wichtig, dass diese Aufgaben so professionell und effizient wie möglich angegangen werden“, hatte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) im Januar zum Start der Behörde gesagt. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte die Ansiedlung einen „wichtigen Impuls“ zur Stärkung der Region genannt.

( dpa/BM )