Agrar

Streit um Spargelanbau unter Folie im Havelland

Ein Arbeiter hebt bei der Spargelernte eine Folie an.

Ein Arbeiter hebt bei der Spargelernte eine Folie an.

Foto: dpa

Die Stadt Brandenburg/Havel verlangt vom Landwirt, seine Spargelfläche zu roden, weil es für den Anbau keine Genehmigung gibt.

Potsdam. Zwischen der Stadt Brandenburg/Havel und einem Landwirt tobt seit Monaten ein Streit um den Spargelanbau unter Folien in Schutzgebieten. Die Stadt verlangt von Landwirt Heinrich Thiermann, bis zum 1. März insgesamt 307 Hektar Spargelfläche zu roden, da es für den Anbau dieses Gemüses keine naturschutzrechtliche Genehmigung gebe. Auch 37 Hektar Heidelbeeren soll der Landwirt bis zum 28. Februar umpflügen.

Wie Thiermann der Deutschen Presse-Agentur sagte, werde er alle Rechtsmittel gegen diese Ordnungsverfügungen ausschöpfen. Die betreffenden Flächen liegen im Vogelschutzgebiet Mittlere Havelniederungen und im Landschaftsschutzgebiet Westhavelland. Widersprüche gegen die Anordnungen zur Spargelrodung hat die Stadt bereits zurückgewiesen. Dagegen klagt Thiermann vor dem Verwaltungsgericht Potsdam.