Silvester

24-Jähriger stirbt bei Unfall mit Feuerwerkskörpern

In Brandenburg ist ein 24-jähriger Mann bei einem Unfall mit Pyrotechnik gestorben. Zehn Not-Operationen in Berlin.

Rettungswagen im Einsatz (Symbolbild).

Rettungswagen im Einsatz (Symbolbild).

Foto: dpa

Rietz-Neuendorf. Ein 24-jähriger Mann ist in Rietz-Neuendorf (Landkreis Oder-Spree) bei einem Unfall mit Pyrotechnik gestorben. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurde im Ortsteil Alt Golm um kurz nach Mitternacht selbst gebaute Pyrotechnik gezündet, wie ein Sprecher des Lagedienstes am frühen Freitagmorgen mitteilte. Es handelte sich um nicht käuflich zu erwerbende Feuerwerkskörper. Details zum genauen Unfallablauf waren zunächst unklar.

Das Opfer soll sich mit einer Gruppe auf einem unbebauten Privatgrundstück aufgehalten haben. Weitere Verletzte habe es nicht gegeben, sagte der Sprecher. Ein Entschärfer-Team der Polizei habe zudem nicht gezündete „Laborate“ sichergestellt.

Silvester 2020: Feuerwerkskörper reißt Mann im Elsass den Kopf ab

Auch in Frankreich kam es zu einem tragischen Unglück in der Silvesternacht. Ein Feuerwerkskörper verletzte einen Mann im Elsass tödlich. Dem 25-Jährigen sei „der Kopf abgerissen“ worden, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP und berief sich auf die Präfektur des Départements Bas-Rhin. Ein weiterer Mann wurde bei dem Unfall in Boofzheim, etwa 30 Kilometer südlich von Straßburg, schwer am Kopf verletzt. Der 24-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Die genauen Umstände des Vorfalls nahe der deutschen Grenze waren zunächst unklar. Laut der Lokalzeitung „DNA“ war der Feuerwerkskörper zunächst nicht explodiert - als die beiden Männer sich ihm näherten, sei dieser gezündet.

In dem Département Bas-Rhin waren der Verkauf und die private Nutzung von Feuerwerkskörpern seit Anfang Dezember verboten. Die Regelung gilt noch bis zum 4. Januar. Die Präfektur hatte das Verbot unter anderem mit der Corona-Krise begründet. Große Menschenansammlungen sollten vermieden werden. In der Mitteilung wurde aber auch daran erinnert, dass bereits 2019 ein 30-Jähriger starb, nachdem er von einem Feuerwerkskörper verletzt worden war.

Unfallkrankenhaus Berlin: Zehn Not-OP nach Verletzung durch Pyrotechnik

Handchirurgen des Unfallkrankenhauses Berlin haben während des Jahreswechsels zehn von Sprengkörpern verletzte Menschen notoperiert. Bei zwei Patienten hätten Teile der Hände amputiert werden müssen, sagte eine Sprecherin der Klinik am Freitagmorgen. Bei den anderen Fällen handele es sich unter anderem um Brandverletzungen, Fleischwunden oder Knochenbrüche an der Hand.

Insgesamt sei die Silvesternacht im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich ruhiger verlaufen, was Sprengkörperverletzungen angehe, sagte die Sprecherin. „Es war keine typische Silvesternacht.“

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