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Die zehn schönsten Burgen Brandenburgs erleben

Etliche Burgen im Land Brandenburg stammen noch aus dem späten Mittelalter. Die zehn schönsten Zeitzeugen längst vergangener Epochen.

Die Plattenburg im Landkreis Prignitz kommt dem aus Märchen bekannten Ideal einer Burg schon sehr nahe. Sie ist die älteste Wasserburg Norddeutschlands.

Die Plattenburg im Landkreis Prignitz kommt dem aus Märchen bekannten Ideal einer Burg schon sehr nahe. Sie ist die älteste Wasserburg Norddeutschlands.

Foto: imago images/Jochen Eckel

Etliche Burgen im Land Brandenburg stammen noch aus dem späten Mittelalter. Sie machen bei einem Besuch Geschichte und Kultur von damals erlebbar. Wir stellen die schönsten Zeitzeugen längst vergangener Epochen vor.

Bad Belzig: Eine Burg mit wechselhafter Geschichte

Hoch über der Stadt Bad Belzig thront die Burg Eisenhardt. Dieser Teil Brandenburgs war ein stark umkämpftes Gebiet, weshalb die Burg mehrfach erobert, zerstört und wieder aufgebaut wurde. Nach 1990 wurde sie schrittweise restauriert. Heute beherbergt sie ein Burgmuseum und den so genannten Butterturm mit Blick auf die Altstadt, dazu ein Burghotel und das Restaurant Wittgenstein.

Burg Eisenhardt, Wittenberger Str. 14, Bad Belzig, Tel. 0338-419 49 00, www.burgeisenhardt.de

Beeskow: Kunst und Kultur in historischen Gemäuern

1316 wurde die Burg Beeskow erstmals urkundlich erwähnt. Mit weiteren Burgen bildete sie ein Verteidigungsnetz. Der Burggraben, Teile der Burgmauer, des Bergfrieds und des Aussichtsturms sind gut erhalten. Das Alte Amtshaus mit Saal steht für Veranstaltungen offen. Zudem beherbergt die Burg das Museum Oder-Spree, das Kunstmuseum und das Kunstarchiv.

Burg Beeskow, Frankfurter Str. 23, Di.–So., 10–18 Uhr, Tel. 03366-35 27 12, Eintritt: Tageskarte 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, www.burg-beeskow.de

Friedland: Die Burg der Ritter des Johanniterordens

Die Streleburg Friedland in der Niederlausitz gehört zu den am besten erhaltenen Burgen Brandenburgs und war im Besitz der ­Ritter von Strele. Bis 1875 war die Burg 350 Jahre lang Domizil der Ritter des Johanniter­ordens. Höhepunkte der ­Veranstaltungen sind das Frühlings- und Herbstfest. In der Burgschänke gibt es bürgerliche Küche.

Streleburg Friedland, Pestalozzistr. 3, Friedland, Tel. 03367-64 59 78, bis Okt. Di.–So., 10–17 Uhr, kostenlose Führungen, www.friedland-nl.de

Rabenstein: Mit Folterkammer und hohem Bergfried

Mehr als 750 Jahre alt ist das auf einem 153 Meter hohen Hügel gelegene ­Gemäuer der Burg Rabenstein im Fläming, das eine ­Folterkammer, eine Kapelle, einen 30 Meter hohen Bergfried und einen Rittersaal umfasst. Zur Burg gehört auch eine Herberge für Gruppen und Schulklassen sowie eine Hochzeitssuite. Die ist aber momentan ebenso geschlossen wie das Wirtshaus. Führungen finden aber statt.

Burg Rabenstein, Zur Burg 49, Rabenstein, Tel. 0162-776 73 41, Sbd./So., 11–18 Uhr, Führungen auch zu anderen Zeiten, www.burgrabenstein.de

Storkow: Über Jahrhunderte Verwüstungen überstanden

Die Burg Storkow im Landkreis Oder-Spree wurde im 13. Jahrhundert erbaut und während des 30-jährigen Krieges verwüstet. Zudem musste die Anlage 1978 einem Brand trotzen. Ab der Jahrtausendwende wurde die Burg renoviert. Heute beherbergt sie Bibliothek, Freilichtbühne, Museum und die Erlebnisausstellung „Mensch und Natur – Eine Zeitreise“. Kulinarisches bietet das „Burgstübchen“.

Burg Storkow, Schloßstr. 6, Storkow, Tel. 033678-731 08, bis Okt. tgl. 10–17 Uhr, www.storkow-mark.de

Ziesar: Die mittelalterliche Burg mit Fußbodenheizung

Vor mehr als 1000 Jahren das erste Mal erwähnt, wurde die Burg Ziesar (Potsdam-Mittelmark) im 15. Jahrhundert von den Bischöfen herrschaftlich ausgebaut, sogar eine Fußbodenheizung haben sie installiert. Die Dauerausstellung im Burgmuseum für brandenburgische Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters erzählt aus dieser Zeit. Der Bergfried mit Turmaufsatz kann bestiegen werden.

Veranstaltungsort Mühlentor, 15a, Ziesar, Di.–So., 10–17 Uhr, ab Okt. nur bis 16 Uhr, Tel. 033830-127 35, www.burg-ziesar.de

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Küstriner Vorland: Zwischen Pulverkammern und Wallanlagen

Westlich von Küstrin (Märkisch-Oderland) fällt ein bewaldeter Hügeln auf: die geheimnisvolle Wehranlage Fort Gorgast. Die Anlage wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und diente zur Verteidigung der preußischen Festung Küstrin. Man kann die steinernen Gewölbe, Pulverkammern und Wallanlagen erkunden.

Fort Gorgast, Küstriner Vorland, Tel. 03347-25 16 32, tägl. 10 –16 Uhr, Eintritt: 3 Euro, Kinder 1,50 Euro, Rentner 2,50 Euro, www.fort-gorgast.de

Plattenburg: Die älteste Wasserburg Norddeutschlands

Die Plattenburg in der Prignitz ist die schönste und älteste erhaltene Wasserburg Norddeutschlands aus der Zeit um 1150. Sehenswert sind der Schlosspark, das Burgmuseum, der Rittersaal, das Brau- und Backhaus, die Kapelle und der Backsteinturm. Besichtigung nur für Gruppen mit Anmeldung möglich.

Plattenburg, Auf der Burg 1, Plattenburg in der Prignitz, Tel. 038791-24 00, Restaurant nur von Fr. – So., 11 –21 Uhr, www.burgkeller-plattenburg.de

Senftenberg: Zeitgenössische Kunst in alten Mauern

Errichtet wurde die ­Anlage im 16. Jahrhundert. Höhe­punkte sind der Pulverturm und die Geheimgänge. Die Festung Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) beherbergt die Kunstsammlung Lausitz mit mehr als 2500 Werke von 130 Künstlern.

Festung Senftenberg, Schloßstr., Senftenberg, Tel. 035738–70 24 00, bis Ende Okt. Di.–So., 10.30–17.30 Uhr, www.museums-entdecker.de

Wittstock: Märchenhaftes in der Ostprignitz

Die Slawenburg am Spreewald ist eine originalgetreue Nachbildung einer Fliehburg. Die Ausstellung zeigt 12.000 Jahre Siedlungsgeschichte.

Slawenburg Raddusch, Zur Slawenburg 1, Vetschau, Tel. 03543-35 92 20, bis Ende Okt. tägl., 10– 18 Uhr, Tickets m. Ausstellung 8 Euro, erm. 7,50 Euro, www.slawenburg-raddusch.de

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