Corona-Kontrollen

Polen lockert Kontrollen: Kein Stau mehr auf A11

Auf den Straßen nach Polen lösen sich langsam die Staus. Ein Lkw-Fahrer raste in ein Stauende. Ein Fahrer kam ums Leben.

Stau auf der A12 in Fahrtrichtung Polen am Dienstag, 16. März.

Stau auf der A12 in Fahrtrichtung Polen am Dienstag, 16. März.

Foto: Julian Stähle / dpa

Frankfurt (Oder). Der kilometerlange Lastwagen-Stau auf der A12 Richtung Polen hat ein erstes Todesopfer gefordert. Bei einem Auffahrunfall zwischen Storkow und Fürstenwalde (Oder-Spree), in den drei Laster verwickelt waren, kam nach Polizeiangaben am Donnerstag ein Fahrer ums Leben. Ein weiterer Lkw-Fahrer wurde schwer verletzt.

Stau auf A11 hat sich aufgelöst

Der tagelange kilometerlange Lastwagen-Stau auf der Autobahn 11 bei Pomellen (Vorpommern-Greifswald) hat sich aufgelöst. Wie ein Sprecher der Bundespolizei am Freitag sagte, haben die polnischen Grenzschützer ihre Kontrollen, wie von der Regierung in Warschau angekündigt, deutlich gelockert.

Dadurch war der zeitweise bis zu 50 Kilometer lange Rückstau an Lastwagen, der weit bis nach Brandenburg hineinreichte, am frühen Freitagmorgen abgebaut.

Die Staus entstanden, nachdem Polen am Wochenende an den Grenzübergängen Kontrollen einführt hatte, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu erschweren. In der Nacht zu Donnerstag wurden die Vorschriften für Lastwagen und Berufspendler allerdings wieder gelockert.

Laut des polnischen Grenzschutzes müssten sie nun kein Formular mehr mit den Daten ihrer Erreichbarkeit ausfüllen. Polen war unter den ersten EU-Ländern, das seine Grenzen weitgehend dicht gemacht hat, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Am Donnerstag hatte sich dann die Staulage etwas entspannt. So standen die Fahrzeuge auf der Autobahn A4 in Richtung Görlitz am Nachmittag „nur“ noch etwa 30 Kilometer weit. Am Mittwochabend war es noch 60 Kilometer gewesen. Auf der A12 bis Frankfurt (Oder) reichte der Stau am Donnerstagnachmittag weiterhin 55 Kilometer ins Landesinnere – fast bis ans Kreuz Spreeau heran.

Auf der A11 in Richtung Stettin waren es rund 41 Kilometer, auf der A15 in Richtung Forst acht Kilometer. Helfer von Hilfsorganisationen hatten seit Mittwochnacht über 1000 Versorgungspakete verteilt und die medizinische Erstversorgung gewährleistet. Die Brandenburgische Regierung appellierte an Autofahrer, auf den Strecken nicht privat zu fahren.

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