Sicherheitslücke

Persönliche Daten im Netz: Rotes Kreuz schaltet Webseiten ab

Auf den Seiten des Landesverbandes Brandenburg und von drei Kreisverbänden gab es schwere Sicherheitslücken. Das Rote Kreuz reagiert.

 Das Logo "Deutsches Rotes Kreuz" auf einer Einsatzjacke

Das Logo "Deutsches Rotes Kreuz" auf einer Einsatzjacke

Foto: arifoto UG / dpa

Das Deutsche Rote Kreuz hat nach schweren Sicherheitslücken mehrere Webseiten vorerst abgeschaltet. Betroffen seien die Webseiten des DRK-Kreisverbandes Märkisch-Oder-Havel-Spree, des Kreisverbandes Niederbarnim und des Kreisverbandes Uckermark-West/Oberbarnim sowie das vom DRK-Landesverband Brandenburg betriebene Erste-Hilfe-Portal, hieß es in einer Mitteilung von Dienstag.

Über die Webseite des Kreisverbandes Märkisch-Oder-Havel-Spree seien 111.262 Einsatzdaten von Krankentransporten einsehbar gewesen, hieß es. Details zur Diagnose und zum Transportgrund seien jedoch nicht sichtbar gewesen, bekräftigte das Deutsche Rote Kreuz. Über das Erste-Hilfe-Portal des Landesverbandes waren personenbezogene Daten von Kursteilnehmern einsehbar.

Der Landesverband Brandenburg hat eine Emailadresse (datenschutz(at)drk-lv-brandenburg.de) und eine Telefonhotline (0331 2864 113) eingerichtet, an die sich Betroffene wenden können. Er hat außerdem das Hasso-Plattner-Institut in Potsdam gebeten, eine umfassende externe Prüfung der IT-Sicherheit vorzunehmen. Zudem habe das Generalsekretariat alle 19 Landesverbände des Deutschen Roten Kreuzes aufgefordert, die Datensicherheit ihrer Webseiten und Datenbanken zu überprüfen.