Strausberg

Kleinflugzeug abgestürzt: Verdacht der fahrlässigen Tötung

Ein Kleinflugzeug ist auf dem Flugplatz in Strausberg abgestürzt. Bei dem Unglück sind zwei Menschen gestorben. Die Polizei ermittelt.

Zwischen zwei Fahrzeugen der Polizei sind die verkohlten Reste eines Kleinflugzeuges auf dem Gelände des Flugplatzes Strausberg zu sehen. Beim Absturz eines Kleinflugzeuges auf dem Flugplatz im brandenburgischen Strausberg sind zwei Menschen ums Leben gekommen.

Zwischen zwei Fahrzeugen der Polizei sind die verkohlten Reste eines Kleinflugzeuges auf dem Gelände des Flugplatzes Strausberg zu sehen. Beim Absturz eines Kleinflugzeuges auf dem Flugplatz im brandenburgischen Strausberg sind zwei Menschen ums Leben gekommen.

Foto: dpa

Strausberg. Auf dem Flugplatz in Strausberg (Landkreis Märkisch-Oderland) östlich von Berlin ist am Donnerstag ein Kleinflugzeug abgestürzt. Zwei Menschen kamen bei dem Absturz des Tiefdeckers ums Leben, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Weitere Menschen wurden seinen Angaben zufolge bei dem Flugzeugabsturz nicht verletzt. Die Feuerwehr war mit 20 Feuerwehrleuten vor Ort. Auch ein Rettungshubschrauber wurde eingesetzt. Zunächst hatte die „Märkische Oderzeitung“ von dem Absturz berichtet.

Strausberg: Flugzeug stürzte bei Landung senkrecht zu Boden

Die Maschine war bei der Landung auf dem Flugplatz am Donnerstag am Mittag senkrecht zu Boden gestürzt, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Ost sagte. Der Absturz habe sich gegen 12.45 Uhr ereignet. Am Boden sei das Ultraleichtflugzeug vollständig ausgebrannt. Die Feuerwehr konnte die Flammen löschen. Auf der Mitte des Flugplatzes blieb ein schwarz gefärbter Haufen zurück.

Nach Flugzeugabsturz - Kriminaltechniker sicherten Spuren

Kriminaltechniker sicherten vor Ort Spuren. Auffällig sei demnach, dass sich der Propeller des einmotorigen Kleinflugzeugs beim Aufprall nicht in die Grasnarbe gewühlt habe. Daraus könne man schließen, dass das Triebwerk zum Zeitpunkt des Absturzes stand. Das sind bislang nur Vermutungen. Die Ursache des Unglücks ist noch unklar. Zur Klärung wurde nach Polizeiangaben die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung angefordert. Die Kriminalpolizei der Polizeidirektion Ost nahm die Ermittlungen zum Verdacht der fahrlässigen Tötung auf.

Nach Angaben des Flugplatzes sollen die beiden Verunglückten nicht aus Brandenburg kommen. Das Flugzeug sei eine private Maschine gewesen. Die Polizei bestätigte diese Angaben nicht. Der Flugplatz teilte weiterhin mit: „Bitte haben Sie Verständnis, wenn wir zur Unfallursache keine Auskünfte geben können, da dies Teil der Ermittlungen ist.“ Laut Homepage des Flugplatzes Strausberg gehört er mit mehr als 40.000 Flugbewegungen zu den großen Flugplätzen im Osten Deutschlands.

Eine Karte zeigt, wo sich der Flugplatz Strausberg befindet, wo das Ultraleichtflugzeug abgestürzt ist.

Zuletzt vor einem Jahr Absturz eines Kleinflugzeugs in Strausberg

Zuletzt war vor fast genau einem Jahr ein in Strausberg gestartetes Kleinflugzeug über einem Feld bei Oberbarnim (Landkreis Märkisch-Oderland) abgestürzt. Ein 64 Jahre alter Mann aus Sachsen-Anhalt und ein 55-Jähriger kamen bei dem Absturz am 12. Januar 2019 ums Leben.

Ultraleichtflugzeuge sind sehr kleine und sehr leichte Flugzeuge für maximal zwei Personen. Inklusive Treibstoff, Besatzung und Gepäck dürfen sie höchstens 600 Kilo wiegen. Darüber hinaus müssen sie nach Angaben des Deutschen Aero Clubs mindestens eine Fluggeschwindigkeit von 83 km/h erreichen.