Weihnachten

Hier können Sie Ihren Weihnachtsbaum selbst schlagen

Tanne, Fichte oder Kiefer selbst fällen? Wir geben eine Übersicht zu Orten und Terminen in Brandenburg.

Ein Mann trägt einen Weihnachtsbaum.

Ein Mann trägt einen Weihnachtsbaum.

Foto: pa

Werder (Havel). Es war eine der letzten Amtshandlungen von Jörg Vogelsänger: Am vergangenen Donnerstag schlug der scheidende Forstminister Jörg Vogelsänger symbolisch den ersten Weihnachtsbaum der Saison. In der Schonung des Werderaner Tannenhofs, der auf 68 Hektar Anbaufläche vor allem Nordmanntannen und zehn weitere Weihnachtsbaumarten kultiviert, setzte der Sozialdemokrat die Säge an. Über den Baum können sich nun die 25 Jungen und Mädchen freuen, die derzeit im SOS-Kinderdorf in Brandenburg an der Havel leben.

In den kommenden Wochen geht es in den märkischen Wäldern nun wieder Schlag auf Schlag: Bis kurz vor den Feiertagen bieten der Landesbetrieb Forst Brandenburg und zahlreiche privater Forstbetriebe wieder die Möglichkeit, selbst die Säge anzusetzen. Die Preise schwanken je nach Baumart, Größe und Region. Als Richtwerte nennt der Landesbetrieb für Kiefer oder Schwarzkiefer 15 Euro pro laufendem Meter, 16,50 Euro für Fichte oder Douglasie sowie 17 Euro für Stechfichte oder Küstentanne. Der laufende Meter Nordmanntanne schlage mit etwa 25 Euro zu Buche. Bei Schmuckreisig geht der Landesbetrieb von 8 Euro pro Bund (etwa 2,5 Kilogramm) für Wermouthskiefer und Douglasie aus, Fichtenreisig koste um 7,50 Euro.

Eine Auswahl, wo Weihnachtsbäume gekauft oder selbst geschlagen werden können, haben wir für Sie zusammengestellt:

Werder (Havel) , Ortsteil Plessow (Landkreis Havelland): Weihnachtsbäume aus regionalem Anbau sind ab sofort bis zum 23. Dezember täglich von 9 bis 17 Uhr auf dem Werderaner Tannenhof an der Lehniner Chaussee 19 zu haben. Wer nicht das richtige Werkzeug zum Baumschlagen hat, bekommt eine Säge und einen Karren gestellt. Am Stand wird der Stamm aller Bäume für den Ständer passend gemacht und für den Transport nach Hause in ein Netz gehüllt. An Heiligabend kann man keine Tanne mehr selbst schlagen, dann werden bis 12 Uhr nur noch Weihnachtsbäume im Ständer verkauft. Auf dem Weihnachtsmarkt wird Handwerkskunst geboten, Alpakas und Schafe mit ihren Lämmern können angeschaut werden. Am 30.11./ 1.12. ist das Hohnsteiner Kasperlepuppentheater zu Gast. dem Motto „Werder sägt und singt“ laden Werderaner Chöre am 21. Dezember zum Mitsingen ein. Am 3. Adventswochenende können sich Kinder außerdem auf den Rücken eines Ponys schwingen. www.werderaner-tannenhof.de

Groß Köris (Landkreis Dahme-Spreewald): Die Waldweihnacht wird in der Landeswaldoberförsterei Hammer diesmal am 7. Dezember von 12 bis 18 Uhr gefeiert. Tannen und Fichten können selbst geschlagen werden. Auf dem kleinen Markt kann Selbstgebasteltes erworben werden. Kinder können Vogelhäuschen basteln. „Natürlich steht wieder unser Weihnachtsmannfünfkampf auf dem Programm“, sagt der Leiter der Oberförsterei Tim Ness, „mit Disziplinen wie Filzstiefelweitwurf oder Geschenkeeinpacken auf Zeit“. Und: Wer beim Schätzen des Gewichts eines geschlachteten Frischlings richtig liegt, kann diesen als Siegertrophäe mitnehmen. Über dem Lagerfeuer gart Knüppelkuchen, es gibt Wildschwein am Spieß, Wildbratwurst, Räucherfisch und frisches Brot. Telefon: 033 765 217 80

Mellensee bei Zossen (Landkreis Teltow-Fläming): Blaufichten, Douglasien, Nordmanntannen und weitere Sorten zwischen 90 Zentimetern und vier Metern hoch können hier geschlagen werden. Selbst zur Säge greifen kann man in Mellensee vom 29. November bis 23. Dezember von 8 bis 17 Uhr sowie an Heiligabend bis 12 Uhr. Zudem können Weihnachtsbäume bis zu 1,50 Meter mit Wurzelgeflecht im Topf erworben werden. An den Adventswochenenden kommen vor allem Kinder auf ihre Kosten: mit Ponyreiten, Kerzenziehen und Weihnachtsschmuck-Basteln. Der Weihnachtsmann beschenkt die Kinder, wenn sie Lieder oder Gedichte aufsagen können. Am Imbiss werden Bratwurst und Glühwein serviert. Der Hof bietet Fleisch von Lämmern aus eigener Produktion an, die ohne Medikamente und Mast aufgewachsen sind. www.weihnachtsbaum-selbst-schlagen.de

Danewitz bei Biesenthal (Landkreis Barnim): Auf dem Weihnachtsbaumfeld von Tannen-Gesche an der Dorfstraße 48 werden vom 30. November bis 23. Dezember – und am 24. Dezember bis 12 Uhr – täglich von 9 bis 16 Uhr Weihnachtsbäume von der Nordmanntanne über die Rot- und Blaufichte bis hin zur Kiefer und Serbischen Fichte angeboten. An den Wochenenden gibt es Heißes aus der Gulaschkanone, Bratwurst, Schmalzstullen, Glühwein und Kuchen. Wer am Wochenende zum Christbaumschlagen kommt, sollte sich wegen des zu erwartenden Andrangs eine eigene Säge mitbringen. Es werden aber auch Sägen gestellt. Telefon: 0333 733 46

Dyrotz bei Wustermark (Landkreis Havelland): Die Berliner Allee im Ortsteil Dyrotz ist am Wochenende des 14./15. Dezember von 10 bis 16 Uhr wieder die richtige Adresse für alle, die einen großen Baum brauchen: Hier können Blaufichten in verschiedenen Längen geschlagen werden. Säge, Handschuhe und Packschnur sollten Hobbyholzfäller selbst mitbringen. Auf Wunsch werden die Bäume auch kostenlos eingenetzt.

Groß Marzehns (Landkreis Potsdam-Mittelmark): Blaufichten und Nordmanntannen stehen auf der Plantage von Matthias Räbiger am Rabener Weg zur Auswahl und können mit der eigenen Säge gefällt werden. Der Weg ist von der Autobahnabfahrt Klein Marzehns aus ausgeschildert. Verkauft werden die Bäume am 7. Dezember, am 14./15. und am 21./22. Dezember jeweils von 10 bis 15 Uhr. Zudem gibt es Kutschfahrten für die ganze Familie, Lagerfeuer mit Gegrilltem, Glühwein, Kaffee und Kuchen. Telefon 033 848 600 05

Manschnow im Oderbruch (Landkreis Märkisch-Oderland): Nordmanntannen, Blaufichten, Fichten und Kiefern können in der im Küstriner Vorland, in der Friedensstraße 3 im Ortsteil Manschnow, am 7./8. Dezember, am 14./15. und am 21. Dezember jeweils von 10 bis 16 Uhr selbst geschlagen werden. Wer möchte, kann sich beim Sägen professionell helfen lassen. Für Glühwein und Bratwurst ist gesorgt. Wer Lust hat, kann den Einkauf mit einem Ausflug zum Forst Gorgast verbinden, wo in den Gewölben am 14. und 15. Dezember ein Weihnachtsmarkt stattfindet.

Grüntal (Landkreis Barnim): Bei der Gärtnerei G. Schubert im Ortsteil Grüntal der Gemeinde Sydower Fließ kann man sich vom 25. November bis 23. Dezember jeweils von 9 bis etwa 16 Uhr einen Baum selber schlagen oder einfach einen der schon bereitstehenden Bäume nehmen. Die Auswahl umfasst Nordmanntannen, Blaufichten, Rotfichten, Serbische Fichten, Colorado-Tannen und Douglasien. An den Adventswochenenden wird das Lagerfeuer entfacht, es gibt Suppen und weihnachtliche Spezialitäten. Falls Schnee liegen sollte, kann auf einem Rodelberg Schlitten gefahren werden. www.gärtnerei-gschubert.de

Melchow bei Eberswalde (Landkreis Barnim): Der Verein Naturparkbahnhof Melchow lädt am 15. Dezember von 13 bis 18 Uhr zum Adventsmarkt und einem regionalen Imbissangebot mit Wildschwein aus dem Backofen, Glühwein, Stollen und selbstgebackenem Kuchen ein. Start des Baumschlagens ist um 13.30 Uhr. Um 16.40 Uhr wird der Weihnachtsmann, der per Eisenbahn vorbeikommen will, erwartet. www.naturparkbahnhof-melchow.de

Nackel (Landkreis Ostprignitz-Ruppin): Auf Behrendts Hof an der B 5 zwischen Friesack und Wusterhausen (Segeletzer Straße 6) kann man vom 1. bis 23. Dezember jeweils von 10 bis 16 Uhr Nordmanntannen und Blaufichten selber schlagen. Am 14. und 15. Dezember steigt zwischen 9 und 16 Uhr ein Hoffest mit Trödelbasar, einem Alleinunterhalter aus Leipzig, dem Besuch von Alpakas und dem Weihnachtsmann sowie einem Wettbewerb im Bogenschießen mit der Schützengilde aus Wusterhausen/Dosse. Stärkung versprechen Wildgulasch, Buletten, Bratwurst oder frisch geräucherte Forelle. Weil Nackel in diesem Jahr sein 700-jähriges Bestehen feiert, wird dafür eigens eine 1,40 x 40 Zentimeter große Torte gebacken und deren Stücke beim Fest verkauft. www.behrendt-hof.de

Neuzelle (Landkreis Oder-Spree): In der Schonung am „Treppelpflaster“ können am 14. Dezember von 10 bis 13 Uhr Blaufichten geschlagen werden. Möglichst eine eigene Säge mitbringen. Die Schonung liegt in der Nähe der Straßenverbindung zwischen dem Neuzeller Ortsteil Kummerow und Treppeln, der Weg ist ab dem Feuerwehrgerätehaus in Neuzelle ausgeschildert. Am Lagerfeuer gibt es Glühwein und einen kleinen Imbiss. Kontakt: Stiftung Stift Neuzelle. www.stift-neuzelle.de

Schwedt/Oder, Ortsteil Kunow (Landkreis Uckermark): Ein Ausflug in die Uckermark lässt sich hier bestens mit dem Kauf eines Weihnachtsbaumes verbinden. Zum Selberschlagen gibt es Nordmanntannen, Fichten, Schwarzkiefern oder Blaufichten, in Kunow ist der Weg ausgeschildert. Geöffnet ist am 30.11./ 1.12 und täglich vom 7. bis 23. Dezember von 9 bis 16 Uhr, an Heiligabend von 9 bis 12 Uhr. An den Adventswochenenden kann über dem Lagerfeuer Knüppelkuchen gegart werden, auch Wildbratwurst und Glühwein werden angeboten. www.uckertanne.de

Werneuchen, Ortsteil Tiefensee (Landkreis Oder-Spree): Auf dem Gutshof von Bauer Nietsch (Seeweg 3, dann der Ausschilderung folgen) werden vom 28. November bis 23. Dezember jeweils von 10 bis 16 Uhr Weihnachtsbäume verkauft. Nordmanntanne, Blaufichte, Coloradotanne und Serbische Fichte können selber geschlagen werden. An den Wochenenden sollte man eine eigene Säge mitbringen. Es gibt täglich Lagerfeuer, Suppen und Gegrilltes, hausgemachte Säfte, Sanddornglühwein und Kinderpunsch aus selbst gezogenen Früchten. www.bauer-nietsch.de

Landesbetrieb Forst Brandenburg: Mit 1,1 Millionen Hektar zählt die Mark zu den waldreichsten deutschen Bundesländern, gut ein Viertel davon bewirtschaftet der Landesbetrieb Forst. Preise liegen zwischen 7,50 Euro für Fichten bund bis zu 25 Euro für Nordmanntannen pro laufendem Meter. Eine Liste mit Weihnachtsbaumaktionen des Landesbetriebs findet sich unter www.forst.brandenburg.de