Gesundheitsamt

Fehlende Impfung: Kinder dürfen nicht in Stahnsdorfer Kita

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Impfausweis und Impfspritze (Archivbild).

Impfausweis und Impfspritze (Archivbild).

Foto: imago stock&people / Christian Ohde

Das Gesundheitsamt greift bei Kindern ohne Windpockenimpfung weiter durch. Nun wurden 20 Kinder in Stahnsdorf nach Hause geschickt.

Stahnsdorf. Der Waldorfkindergarten am Hochwald in Stahnsdorf bleibt Kindern verschlossen, die nicht gegen Windpocken geimpft sind. Das bestätigte Geschäftsführerin Margit Landau dem RBB. Am Montag seien 20 Kinder wieder nach Hause geschickt worden, weil die Eltern keine Impfbescheinigung oder ein Attest über eine bereits durchgemachte Infektion vorweisen konnten. Diese Kinder dürften den Kindergarten 14 Tage lang nicht besuchen, sagte Margit Landau dem Sender.

Am heutigen Dienstag sollen die Maßnahmen laut RBB ausgeweitet werden. Das Gesundheitsamt werde an einer Kleinmachnower Grundschule in freier Trägerschaft Kontrollen durchführen.

Windpocken in Stahnsdorf: Schülerin in Waldorfschule betroffen

Bereits am 21. März hatte es nach einer Windpocken-Erkrankung einer Schülerin eine Waldorfschule in Kleinmachnow getroffen. Am Donnerstag vergangener Woche hatte das Gesundheitsamt Potsdam-Mittelmark vor Beginn des Unterrichts bei rund 240 Kindern die Impfbücher kontrolliert. 66 Schüler konnten keinen vollständigen Impfschutz nachweisen. Daher habe das Gesundheitsamt angeordnet, dass sie die Schule bis zum 30. März nicht besuchen dürfen.

Sprecherin Gerlinde Krahnert erklärte dazu. „Die Maßnahmen sind keine Schikane. Sie dienen dem Schutz der Schüler und Lehrer.“ Fälle wie der an der Schule träten nicht oft auf. „Wenn es auftritt, müssen wir etwas unternehmen“, sagte Krahnert. Das sei deutschlandweit durch das Bundesgesetz geregelt.

Rund 100 Windpocken-Fälle in Brandenburg gemeldet

Dem Robert-Koch-Institut (RKI) wurden 2019 aus Brandenburg bislang rund 100 Windpocken-Fälle übermittelt. Den Gesundheitsämtern empfiehlt die Einrichtung: Kinder und Erwachsene, die nicht geimpft sind und die Krankheit nicht gehabt haben, sollen 16 Tage lang aus Gemeinschaftseinrichtungen ausgeschlossen werden.

Seit 2004 empfiehlt die Ständige Impfkommission den Angaben zufolge zudem eine Impfung. Seit 2009 wird diese in zwei Dosen geimpft. Laut den neuesten Zahlen des RKI hatten 2016 rund 93 Prozent der untersuchten Kinder die erste und etwa 90 Prozent die zweite Impfung erhalten

( BM/dpa )