Brandenburg

Lebenslange Haft für Mörder von Müllrose rechtskräftig

Der Tod zweier Polizisten bei der Verfolgung des Täters erschütterte die Menschen in Brandenburg. Nun ist das Urteil rechtskräftig.

Der Angeklagte (l.) mit seinem Anwalt zu Prozessbeginn im Gericht (Archivbild)

Der Angeklagte (l.) mit seinem Anwalt zu Prozessbeginn im Gericht (Archivbild)

Foto: Bernd Settnik

Das Urteil gegen den dreifachen Mörder von Müllrose und Beeskow ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) habe die Revision des 26-Jährigen als unbegründet verworfen, teilte das Landgericht Frankfurt (Oder) am Donnerstag mit. Zuerst hatte der RBB berichtet. Das Landgericht hatte den 26-Jährigen im Februar 2018 wegen Mordes an seiner Großmutter und zwei Polizisten zu lebenslanger Haft verurteilt. Zudem stellten die Richter die besondere Schwere der Schuld fest und stellten die Möglichkeit einer anschließenden Sicherungsverwahrung unter den Vorbehalt einer späteren Entscheidung.

Laut dem Urteil hatte der Deutsche im Februar 2017 zuerst seine 79-jährige Großmutter in Müllrose (Oder-Spree) erstochen und danach auf der Flucht zwei Polizeibeamte an einer Bundesstraße bei Beeskow mit überhöhter Geschwindigkeit totgefahren. Die beiden 49 und 52 Jahre alten Beamten sollten das Fluchtauto mit einem Nagelbrett stoppen. Sie starben sofort nach dem Aufprall.

In der Revision wollte die Verteidigung nach Angaben des Landgerichts unter anderem prüfen lassen, ob Aufnahmen einer Dashcam als Beweismittel ausgewertet werden durften. Die Kamera eines vorbeifahrenden Lastwagens hatte die letzten Sekunden vor dem tödlichen Zusammenstoß mit den beiden Polizisten aufgezeichnet. Dazu habe der BGH darauf hingewiesen, dass die Verteidigung selbst die erneute Auswertung der Aufzeichnungen in der Hauptverhandlung beantragt hatte, so das Landgericht.

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