Königs Wusterhausen

Zwei Männer sollen 15-Jährige missbraucht haben

Eine 15-Jährige soll in Königs Wusterhausen auf einer öffentlichen Toilette von zwei Männern missbraucht worden sein. Tatverdacht nicht erhärtet.

Das Mädchen gab bei ihrer Aussage an, Dienstagnachmittag von zwei Männern in einer öffentlichen Toilette am Weidenufer missbraucht worden zu sein.

Das Mädchen gab bei ihrer Aussage an, Dienstagnachmittag von zwei Männern in einer öffentlichen Toilette am Weidenufer missbraucht worden zu sein.

Foto: Christian Horz / Getty Images/iStockphoto

Königs Wusterhausen. Ein 15-jähriges Mädchen soll in Königs Wusterhausen von zwei Männern missbraucht worden sein. Die Tat soll sich bereits am vergangenen Dienstag ereignet haben, das Mädchen erstattete im Beisein von Angehörigen aber erst am Donnerstag Anzeige. Einer der beiden Tatverdächtigen, bei dem es sich um einen 21-jährigen afghanischen Flüchtling handelt, sitzt bereits in Untersuchungshaft. Der zweite mutmaßliche Mittäter ist noch flüchtig. Bekannt wurde der ganze Fall erst jetzt. Zuerst hatte die „B.Z.“ darüber berichtet.

Was war laut Polizei passiert? Das Mädchen gab bei ihrer Aussage an, Dienstagnachmittag von zwei Männern in einer öffentlichen Toilette am Weidenufer missbraucht worden zu sein. Warum sie erst am Donnerstag Anzeige erstattet hat, ist unklar. Laut „B.Z.“ soll die 15-Jährige stark traumatisiert sein. Die Befragung wurde am Freitag fortgesetzt. Bei dieser soll das Mädchen dann den Namen des Täters gesagt haben.

„Im Ergebnis der umgehend eingeleiteten kriminalpolizeilichen Ermittlungen und der Vernehmung des Mädchens, die am Donnerstag und Freitag durchgeführt wurde, konnte ein 21-Jähriger als Tatverdächtiger identifiziert werden“, teilte die Polizei schriftlich mit. Der aus Afghanistan stammende Asylbewerber sei am Freitagabend in seiner Unterkunft festgenommen worden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ ein Richter am Amtsgericht Königs Wusterhausen am Sonnabend Haftbefehl gegen den Mann. „Die Ermittlungen zur Ergreifung des zweiten Tatverdächtigen dauern gegenwärtig an“, sagte ein Polizeisprecher der Berliner Morgenpost. Bei dem zweiten Tatverdächtigen soll es sich um einen Freund des Haupttäters handeln. Mehr gab die Polizei nicht bekannt.

Bürgermeister verspricht Hilfe für das Opfer der Tat

In Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) sorgte die Nachricht für Bestürzung. Der Bürgermeister der Stadt, Swen Ennullat (Freie Wähler), zeigte sich tief betroffen über den Vorfall. „Eine solch entsetzliche Tat muss schnellstmöglich und umfassend aufgeklärt werden“, sagte er. „Unsere Gedanken sind bei dem Opfer. Ihr muss jetzt jede nur mögliche Hilfe zuteilwerden.“

Die Polizei wies Berichte zurück, wonach sie zu spät über den Fall informiert habe. „Die Anzeige wurde erst am Donnerstag erstattet“, sagte ein Polizeisprecher der Berliner Morgenpost auf Nachfrage. Einen Tatverdächtigen habe man schnell fassen können – seit Sonnabend sitze der 21-Jährige in Untersuchungshaft. Eine zu schnelle Veröffentlichung des Tatvorwurfs hätte den Ermittlungserfolg gefährdet, so der Polizeisprecher weiter.

Update:

Der Tatverdacht gegen die beiden Männer hat sich nicht bestätigt. Die Staatsanwaltschaft Cottbus teilte am Montag, 3. Dezember, mit, dass der Haftbefehl gegen den 21-Jährigen aufgehoben worden sei. Gegen den zweiten Tatverdächtigen, der zwischenzeitlich hatte identifiziert werden können, wurde kein Haftbefehl beantragt.

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