Waldbrand

Lieberoser Heide: Polizei veröffentlicht Löschvideo

In der Lieberoser Heide brennt es immer noch. Wieder sind viele Einsatzkräfte dort. Die Polizei postet ein Video beim Löschen.

In der Lieberoser Heide brennt es noch immer

In der Lieberoser Heide brennt es noch immer

Foto: Christian Pörschmann/dpa

Klein Liebitz. Die Löscharbeiten beim Großbrand in der Lieberoser Heide werden sich voraussichtlich noch länger hinziehen. "Wir brauchen viele Einsatzkräfte, die sich im Brandgebiet abwechseln können, daher appelliere ich vor allem an die Arbeitgeber, die Kameradinnen und Kameraden für den Einsatz freizustellen", sagte Kreisbrandmeister Ronald Judis am Donnerstag. Es brennt seit Tagen - zunächst auf einer kleineren Fläche, in der Nacht zu Mittwoch jedoch weitete sich das Feuer auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz nördlich von Cottbus dann auf rund 200 Hektar aus. Ortschaften sind laut Landkreis Dahme-Spreewald durch die Flammen nicht in Gefahr.

Rund 200 Einsatzkräfte waren am Donnerstag im Brandgebiet, darunter auch wieder vom Technischen Hilfswerk, wie es weiter hieß. Mithilfe der Bundeswehr sei in der Nähe der Einsatzstelle ein fünf Meter breiter Schutzstreifen gezogen worden, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern, hieß es. Zwei Hubschrauber von Bundespolizei und Bundeswehr löschten wieder aus der Luft.

Die Bundespolizei veröffentlichte am Donnerstag dazu ein Löschvideo auf Twitter, das aus der Luftperspektive aufgenommen wurde.

Weil es sich um einen ehemaligen Truppenübungsplatz handelt, besteht die Gefahr, dass sich noch Munition in der Erde befindet. Das erschwert die Löscharbeiten. Die Brandschutzeinheit sollte um 18.00 Uhr wieder abgelöst werden. Die Telekom sei dabei, die Telefon- und Funkleitungen in der Region zu stabilisieren, hieß es vom Landkreis weiter.

Immer wieder hatte es in den Sommermonaten in der Lieberoser Heide gebrannt - ebenso andernorts in Brandenburg. Die vergangenen Monate waren durch Trockenheit und Hitze geprägt. Wegen eines Feuers bei Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) waren im August zeitweise sogar drei Dörfer evakuiert worden.

Am Donnerstag waren die Waldbrandgefahrenstufen in Brandenburg vergleichsweise niedrig. Bis auf zwei Landkreise (Stufe 2) lagen sie bei der niedrigsten Stufe 1 (sehr geringe Gefahr), wie aus einer Online-Übersicht des Landes hervorging. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagte für Donnerstag Höchstwerte in der Hauptstadtregion von rund 18 Grad voraus. Gebietsweise wurde leichter Regen erwartet.

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