Kampf gegen Flammen

Feuer in Lieberoser Heide noch nicht unter Kontrolle

In Brandenburg flammen immer wieder Waldbrände auf. Alle Informationen im Blog.

Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

+++ 10.31 Uhr +++ Seit Dienstagmorgen brennen rund acht Hektar Waldboden in der Lieberoser Heide bei Butzen (Dahme-Spreewald). Wie die Regionalleitstelle Lausitz am Mittwochmorgen mitteilte, konnte das Feuer noch nicht gelöscht werden. Es würden Einsatzkräfte nachgefordert. Derzeit bestehe aufgrund des Windes die Gefahr, dass sich die Flammen in Richtung Norden ausbreiten, sagte ein Feuerwehr-Sprecher. Wann der Brand unter Kontrolle gebracht werden kann, sei derzeit nicht absehbar. Bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen brennt es in der Lieberoser Heide. Anfang Juli wurden bei zwei Großbränden insgesamt mehr als 400 Hektar Heide und Wald vernichtet.

+++ 22.10 Uhr +++ Am Dienstag waren noch rund 200 Einsatzkräfte mit dem Löschen und Kontrollieren der Glutnester nach dem großen Waldbrand im selben Landkreis beschäftigt. „Wir wollen sukzessive den Einsatz herunterfahren“, sagte Vize-Landrat Christian Stein. Einzelne Teile der betroffenen Region in Treuenbrietzen seien bereits wieder an die Forstverwaltung übergeben worden. Hier leiste das Technische Hilfswerk (THW) Unterstützung bei der Kontrolle der Glutnester. Am Abend wechselte außerdem die Einsatzleitung vom Landkreis zur Stadt Treuenbrietzen. Der Einsatz sollte noch bis mindestens Freitag dauern.

+++ Neuer Waldbrand bei Bad Belzig +++

Bei Bad Belzig ist am Dienstagnachmittag ein neuer Waldbrand ausgebrochen. Das bestätigte eine Sprecherin der Landkreises Potsdam-Mittelmark der Berliner Morgenpost. Der Brand brach in einem Waldstück zwischen Bad Belzig und Verlorenwasser aus und soll mehrere Hektar Wald betreffen. Auslöser soll wahrscheinlich Funkenflug in der Landwirtschaft gewesen sein. Gegen 19.30 Uhr dann allerdings die Entwarnung: Das Feuer konnte unter Kontrolle gebracht werden. Insgesamt standen sechs Hektar Wald in Flammen, 13 Löschfahrzeuge waren im Einsatz.

+++ 14.19 Uhr +++

Am Dienstagmittag hat die Polizei Brandenburg auf Twitter einen Zeugenaufruf gestartet. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen derzeit in alle Richtungen. Deshalb bitten die Ermittler um Mithilfe und hoffen auf mögliche Hinweise. Unter der Nummer 03381 80492705 können sich Personen, die am vergangenen Donnerstag im Raum Frohnsdorf etwas Ungewöhnliches bemerkt haben, bei der Kriminalpolizei melden.

+++ 17.28 Uhr +++

Insgesamt wurden seit Beginn der Löscharbeiten am Waldbrand bei Treuenbrietzen acht Einsatzkräfte in Folge der Raucheinwirkung verletzt - darunter sechs Feuerwehrmänner und zwei Helfer des Technischen Hilfswerks (THW). Eine Person davon befindet sich aktuell noch im Krankenhaus. Das teilte die Polizei Brandenburg am Montag über Twitter mit.

+++ 14.05 Uhr +++

Beim riesigen Waldbrand bei Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) südwestlich von Berlin kann die Polizei den Verdacht von Brandstiftung nicht bestätigen. „Wir haben keine objektiven Befunde, die eine vorsätzlich verursachte Brandlegung in den Wäldern von Treuenbrietzen bestätigen“, sagte der Sprecher der Polizeidirektion West, Heiko Schmidt.

+++ 12.04 Uhr +++

Nach dem Waldbrand südöstlich von Berlin befürchtet der Landkreis Sensationstouristen im Einsatzgebiet. "Wir warnen ganz dringend vor dem Betreten der Wälder", sagte die Sprecherin des Kreises Potsdam-Mittelmark, Andrea Metzler, am Montag. Es gebe Munitionsreste in den Wäldern, zudem könnten Bäume nach dem Brand plötzlich umfallen. Wichtige Straßen sind zwar von der Polizei gesperrt, die vielen kleineren Waldwege können aber nicht immer überwacht werden.

+++ 12.01 Uhr +++ Derzeit befinden sich noch circa 200 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort. Unterstützung findet sie obendrein von einem Räumpanzer, der Schneisen in den Wald bricht. Auch ein Polizeihubschrauber wurde wieder eingesetzt, wie es auf Twitter der Polizei Brandenburg heißt.

+++ 11 Uhr +++ Am Wochenende wurden zwei Reifenpannen an Feuerwehrfahrzeugen festgestellt. Vermutlich seien die Wagen über eine Stelle gefahren, auf der sonst immer Osterfeuer abgebrannt würden und hätten sich dort Nägel aus alten Paletten in die Reifen gedrückt, sagte Kai-Uwe Schwinzert, Vize-Sprecher des Landkreises Potsdam-Mittelmark. „Das ist kein Sabotageakt“, widersprach er Vermutungen, wonach die Nägel absichtlich auf Waldwegen ausgestreut worden sein könnten.

+++ 10.35 Uhr +++ Die Zahl der Einsatzkräfte wird weiter reduziert. Am Vormittag kämpften noch rund 240 Helfer gegen Glutnester in dem etwa 400 Hektar großen Brandgebiet. Die Hubschrauber von Bundeswehr und Bundespolizei wurden inzwischen abgezogen. Der Räumpanzer der Bundeswehr sollte noch bis Montagmittag Schneisen in den Wald brechen.

+++ 10.20 Uhr +++ Nach dem Waldbrand südöstlich von Berlin befürchtet der Landkreis Sensationstouristen im Einsatzgebiet. „Wir warnen ganz dringend vor dem Betreten der Wälder“, sagte die Sprecherin des Kreises Potsdam-Mittelmark, Andrea Metzle. Es gebe Munitionsreste in den Wäldern, zudem könnten Bäume nach dem Brand plötzlich umfallen. Wichtige Straßen sind zwar von der Polizei gesperrt, die vielen kleineren Waldwege können aber nicht immer überwacht werden.

+++ 9.56 Uhr +++ Eine gesperrte Bahnstrecke zwischen Wannsee und Jüterbog wurde angesichts der nicht mehr so dramatischen Lage nach Angaben der Deutschen Bahn am frühen Morgen wieder freigegeben. Die Polizei warnte bei Twitter davor, die vom Brand betroffenen Wälder zu betreten: „Achtung! Aus gegebenem Anlass weisen wir darauf hin, dass das Betreten des gesamten Einsatzgebietes ... untersagt ist.“

+++ 07.54 Uhr +++ Die Löscharbeiten in den Wäldern südwestlich von Berlin dauern auch zu Wochenbeginn an. „Wir haben noch einmal viele Kräfte angefordert“, sagte eine Sprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark in der Nacht zum Montag. Sie rechne damit, dass der riesige Waldbrand vor den Toren der Hauptstadt die Feuerwehren noch gut eine Woche beschäftigen werde. „Leider ist kein Regen in Sicht.“ Nach ihren Angaben flammt das Feuer immer wieder auf. „Wir haben noch jede Menge Glutnester.

+++ 18.58 Uhr +++ Die Berliner Feuerwehrleute, die beim Waldbrand in Treuenbrietzen ihren Brandenburger Kollegen Amtshilfe geleistet haben, sind in die Hauptstadt zurückgekehrt. "Der Einsatz ist nach 14 kräftezehrenden Stunden beendet und alle kehren wohlbehalten nach Berlin zurück", teilte die Feuerwehr beim Kurznachrichtendienst Twitter mit. Zuvor hatte sich Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) persönlichen bei den ehrenamtlichen Kräften bedankt.

+++ 18.22 Uhr +++ Gerade erst hatte sich die Lage bei dem riesigen Waldbrand südwestlich von Berlin entspannt, da flammt ein weiteres Feuer in Brandenburg erneut auf. Die Behörden gaben aber zunächst Entwarnung. Die von einem speziellen Überwachungssystem gemeldeten Rauchwolken nördlich von Treuenbrietzen (Landkreis Potsdam-Mittelmark) stammten von einem kontrollierten Brand in Jüterbog, wie der Landkreis am Sonntagabend mitteilte. „Am Keilberg wird ein kontaminiertes Gebiet seit längerer Zeit kontrolliert abgebrannt“, sagte Landkreis-Sprecherin Andrea Metzler. Die Rauchwolke sei bis zu den Waldgemeinden Borkheide und Borkwalde rübergezogen. Daher hätten die Systeme Alarm geschlagen.

+++ 17.59 Uhr +++ Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich bei den mehr als 3000 Einsatzkräften für ihren Kampf gegen den Waldbrand südlich von Berlin bedankt. „So ein langwieriger Einsatz braucht die gegenseitige Unterstützung, damit sich die Einsatzkräfte zwischendurch erholen können“, sagte Woidke am Sonntag vor Ort in Treuenbrietzen (Landkreis Potsdam-Mittelmark). Feuerwehrleute aus ganz Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt sowie Einsatzkräfte von Bundeswehr und -polizei hätten „Hand in Hand“ gearbeitet, lobte Woidke. Am frühen Sonntagabend löschten noch rund 450 Einsatzkräfte Glutnester auf einer Fläche von 350 Hektar. „Es gibt nicht mehr die großen, hohen und offenen Flammen. Es gibt auch keine Wipfelbrände derzeit“, sagte Woidke. Nach und nach wolle man weitere Kräfte abziehen. Bis der Einsatz abgeschlossen werden könne, werde es jedoch noch einige Tage dauern, sagte der Ministerpräsident. „Das Ablöschen der Glutnester ist eine langwierige Angelegenheit.“

+++ 17.17 Uhr +++ Die Regionalbahn RB 33 wird ab Montag zum Betriebsbeginn um 4.40 Uhr wieder fahren. Das teilte die Brandenburger Polizei mit. Die Bundesstraße 102 bleibe wegen des Waldbrands aber weiterhin gesperrt, hieß es beim Kurznachrichtendienst Twitter weiter.

+++ 15.21 Uhr +++ Der Waldbrand südwestlich von Berlin ist Experten zufolge der größte in Brandenburg seit vielen Jahren. Mindestens seit dem Jahr 2000 habe es in Brandenburg keinen Waldbrand auf 400 Hektar wie den in Treuenbrietzen gegeben, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte, Raimund Engel, am Sonntag. Das Feuer erinnere an große Feuer in der Zeit Anfang der 90er-Jahre. Kreisbrandmeister Klaus-Peter Schulz sprach gegenüber der Zeitung „Märkische Allgemeine“ vom „größten Waldbrand in Brandenburg seit 1992“. Damals wurden mehrere hundert Hektar Waldboden zerstört. Seit Jahresbeginn hat es in Brandenburg bereits auf mehr als 700 Hektar gebrannt, wie der Waldbrandschutzbeauftragte Engel sagte - den Brand in Treuenbrietzen noch nicht mit eingerechnet.

+++ 14.29 Uhr +++ Der Fund zweier Panzergranaten hat die Löscharbeiten der Feuerwehrleute erschwert. Ein Panzer der Bundeswehr hatte in der Nacht zu Sonntag den Munitionsfund im Waldbrandgebiet in Treuenbrietzen nahe Potsdam freigelegt, wie ein Sprecher der Einsatzleitung am Sonntag sagte. 16 Kräfte des Kampfmittelräumdienstes seien im Einsatz gewesen, um die Munitionsreste zu sichern und zu entfernen. Die Feuerwehr musste ihre Löscharbeiten unterbrechen. Noch in der Nacht konnten die Granaten entfernt werden. „Wir sind nun dabei, die Wege in dem betroffenen Gebiet wieder für die Feuerwehr zugänglich zu machen“, sagte der Sprecher am Sonntagmittag. Bei dem Waldbrand südlich von Berlin schneiden Panzer der Bundeswehr Schneisen in den Wald, damit die Feuerwehrleute besser an die Glutherde herankommen.

+++ 12.30 Uhr +++ Noch während der Löscharbeiten in den Wäldern von Brandenburg haben Kriminaltechniker am Sonntag nach möglichen Hinweisen auf Brandstiftung gesucht. Da der Brand an drei Stellen gleichzeitig ausgebrochen war, könne eine solche Tat nicht ausgeschlossen werden, hieß es aus dem Innenministerium. Auch lägen „weitere Hinweise“ vor, hatte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Sonnabend nach einer Lagebesprechung vor Ort gesagt. Details wolle man nicht nennen. „Die Ermittlungen laufen“, sagte Ministeriumssprecher Ingo Decker am Sonntag. Wann mit ersten Ergebnissen der Spurensuche zu rechnen sei, könne man noch nicht sagen.

+++ 12 Uhr +++ Die Einsatzkräfte sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Menschen - aber so viel können sie gar nicht essen!

+++ 11.40 Uhr +++ Immer wieder muss die Feuerwehr bei Treuenbrietzen und Klausdorf Glutnester löschen.

+++ 11 Uhr +++ Langsam entspannt sich die Lage, Entwarnung gibt es aber noch keine.

+++ 10.30 Uhr +++ In Berlin riecht es nicht mehr nach Rauch.

+++ 6 Uhr +++ Der Landkreis Potsdam-Mittelmark rechnet damit, dass der Großteil der Löscharbeiten am Montag beendet sein wird. Dann müssen viele der freiwilligen Feuerwehrleute wieder zur Arbeit. Im Einsatz waren ehrenamtliche Kräfte. „Die Hilfsbereitschaft ist groß“, berichtet eine Sprecherin. Menschen aus der Umgebung hätten reichlich Lebensmittel für die Einsatzkräfte vorbeigebracht. „Wir hatten so viel, dass wir das Essen aus einem Krankenhaus wieder abbestellt haben.“

+++ 4.20 Uhr +++ In der Nacht zu Sonntag traf Unterstützung von der Bundeswehr ein. Ein Pionierpanzer soll Schneisen in den Wald bei Treuenbrietzen brechen. Damit kann die Feuerwehr näher an die letzten Glutnester herankommen, erklärte Landesinnenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). Rund 400 Einsatzkräfte waren am Abend noch im Einsatz.

+++ 4 Uhr +++ Drei Tage nach Ausbruch des Waldbrands vor den Toren Berlins hat die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle, die Glutnester aber noch nicht komplett gelöscht. „Es flammt immer mal wieder auf“, sagte eine Sprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Vize-Landrat Christian Stein (CDU) hatte zuvor gesagt: „Wir haben die Lage soweit im Griff.“ Das rund 400 Hektar große Gebiet sei „sicher eingekreist“. Wegen vieler Glutnester könne aber noch keine Entwarnung gegeben werden.

+++ 3.40 Uhr +++ Die Berliner Feuerwehr ist seit 3.40 Uhr mit 31 Fahrzeugen und 125 Einsatzkräften auf dem Weg nach Treuenbrietzen, um dort die Kräfte aus Brandenburg zu unterstützen. Sie sollen dort von 5 bis 17 Uhr tätig sein.

+++ 20.11 Uhr +++ Bewohner der beiden Dörfer Klausdorf und Tiefenbrunnen können am Sonnabendabend in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Das erfuhr die Berliner Morgenpost von Feuerwehrleuten vor Ort. Die Evakuierungen würden gegen 20.30 Uhr aufgehoben werden, hieß es. „Es besteht keine Gefahr mehr“, sagte eine Sprecherin des Landkreises Potsdam-Mitelmark. Die Dörfer Klausdorf, Tiefenbrunnen und Frohnsdorf waren am Donnerstagabend evakuiert worden. Die Bewohner von Frohnsdorf durften bereits am Freitag zurückkehren. Die meisten Bewohner waren bei Familienangehörigen, Freunden und Bekannten untergekommen. Etwa 30 Personen hatten in der nahe gelegenen Kleinstadt Treuenbrietzen in der dortigen Stadthalle eine Notunterkunft bezogen. Rund 140 Menschen können mit der Aufhebung der Evakuierungen die Nacht wieder zu Hause verbringen.

+++ 19.33 Uhr +++ Beim Kampf gegen den riesigen Waldbrand südlich von Berlin haben sich mehrere Einsatzkräfte verletzt. Sechs Feuerwehrleute hätten sich seit Donnerstag leichtere Verletzungen zugezogen, sagte eine Sprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark. So hätten die Helfer etwa giftige Rauchgase eingeatmet oder Verletzungen an der Hand erlitten. Rund 400 Einsatzkräfte waren am Abend noch vor Ort.

+++ 18.52 Uhr +++ Im Kampf gegen den Großbrand können die Einsatzkräfte nicht auf Unterstützung durch kräftige Regenschauer hoffen. Zwar sollte es am Sonnabend noch vereinzelt Regen geben, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Es werde jedoch nur wenig Niederschlag erwartet. Regen solle nur lokal sehr begrenzt geben, sagte eine DWD-Sprecherin. In der Nacht zu Sonntag sollten die Schauer dann abklingen.

+++ 16.50 Uhr +++ Ein Video, das die Brandenburger Polizei beim Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlicht hat, zeigt den Einsatz eines Löschhubschraubers bei Treuenbrietzen.

+++ 15.59 Uhr +++ Im Kampf gegen den Großbrand südwestlich von Berlin bekommt die Feuerwehr Unterstützung von Panzern der Bundeswehr. Ein Pionierpanzer sollte am Sonnabend Schneisen in den Wald bei Treuenbrietzen im Landkreis Potsdam-Mittelmark brechen. Damit könne die Feuerwehr näher an die letzten Glutnester herankommen, sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Samstagnachmittag nach einer Lagebesprechung. Wie ein Sprecher der Bundeswehr auf dpa-Nachfrage bestätigte, handelt es sich bei dem Fahrzeug um einen Pionierpanzer „Dachs“ der beim Pionierbataillon „803“ in Havelberg stationiert ist. Auch zwei weitere Löschfahrzeuge der Bundeswehr vom Truppenübungsplatz Lenin sollten am Samstag die Feuerwehr im Kampf gegen die Flammen unterstützen.

+++ 15.33 Uhr +++ Der Brand bei Beelitz konnte komplett gelöscht werden, teilte das Brandenburger Innenministerium mit. Bei dem Löscheinsatz kamen auch Hubschrauber der Bundeswehr zum Einsatz. Zum Teil wurden wegen des Feuers bei Beelitz Einsatzkräfte vom Einsatz bei Treuenbrietzen zwischenzeitlich abgezogen. Dies hätte die Löscharbeiten dort erschwert, so ein Sprecher des Landkreises Potsdam-Mittelmark.

+++ 14.30 Uhr +++ In Berlin ist inzwischen ein offizielles Amtshilfeersuchen aus Brandenburg eingetroffen. Das Ersuchen liefert die Grundlage dafür, dass das Land Berlin Feuerwehrkräfte ins Nachbarbundesland entsenden kann. Zur Stunde tagt ein Planungs- und Führungsstab, der den Einsatz koordinieren soll. Geplant ist, dass am Sonntagmorgen die ersten Einsatzfahrzeuge der Berliner Feuerwehr nach Brandenburg ausrücken. Das sagte ein Feuerwehrsprecher der Berliner Morgenpost.

+++ 14 Uhr +++ In der Nähe des Ortsteils Beelitz-Heilstätten ist ein neues Feuer ausgebrochen. Das teilte die Sprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark, Andrea Metzler, mit. Auf zwei Hektar sei ein Bodenbrand ausgebrochen. "Das ist nicht ganz so extrem wie ein Waldbrand. Und wir hoffen, dass er sich nicht weiter ausbreitet."

+++ 13.13 Uhr +++ Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) will sich am Sonnabend erneut ein Bild von der Lage in der vom Waldbrand betroffenen Region südwestlich von Berlin machen. Wie die Staatskanzlei mitteilte, will Woidke am Nachmittag an der Einsatzstelle sein. Bereits am Freitag hatte der Ministerpräsident das Gebiet bei Treuenbrietzen besucht. Er habe vor Ort erlebt, wie die Menschen sich mit äußerstem Einsatz und bis zur Erschöpfung gegen die Flammen wehrten, sagte Woidke am Sonnabend vor seinem Besuch. „Dafür mein Dank und meine Hochachtung.“

+++ 12.41 Uhr +++ Der Waldbrand breitet sich vorerst nicht weiter aus. „Die Lage ist stabil“, sagte der Vize-Landrat von Potsdam-Mittelmark, Christian Stein (CDU), am Sonnabendmittag. Entwarnung könne man jedoch noch nicht geben, so Stein weiter. Wenn sich die Witterung stark ändere, könnten die Flammen wieder auflodern. Rund 500 Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei und weiteren Rettungsdiensten waren am Mittag noch im Einsatz.

+++ 11.46 Uhr +++ Der riesige Waldbrand südwestlich von Berlin ist nach Expertenmeinung unter Kontrolle. „Das Feuer breitet sich derzeit nicht weiter aus“, sagte Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter Raimund Engel am frühen Sonnabendmittag. Es gebe jedoch immer wieder offene Flammen und Glutnester. Die Feuerwehr versucht derzeit über Schneisen tiefer in das Gebiet bei Treuenbrietzen im Landkreis Potsdam-Mittelmark zu gelangen und von dort aus zu löschen.

Der Brand hatte sich schnell von zunächst fünf auf zuletzt 400 Hektar Waldbrandgebiet ausgebreitet. „Ich hoffe, dass der Wind nicht wieder auffrischt“, sagte Engel weiter. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) sind für den Vormittag Windböen um 55 Kilometern pro Stunde wahrscheinlich. Am Morgen war der Wind zunächst abgeflacht.

Die Evakuierung der beiden Dörfer Klausdorf und Tiefenbrunnen bleibe noch bis zum Mittag bestehen. Ursprünglich sollten die Bewohner bereits am Vormittag wieder in ihre Häuser zurückkehren dürfen.

+++ 10.27 Uhr +++ Feuerwehr warnt erneut vor Qualm in Berlin: Seit den frühen Morgenstunden gingen vermehrt Anrufe von Bürgern aus dem Berliner Süden wegen des Geruchs bei der Feuerwehr ein, sagte ein Sprecher. Die Rauch-Warnung der Feuerwehr sei weiterhin aktiv. Es werde empfohlen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Wind aus südlicher Richtung treibe den Rauch in das Stadtgebiet.

Diese Wetterlage werde auch in den nächsten Tagen eine Rauchbelästigung in der Hauptstadt verursachen, teilte die Feuerwehr unter Berufung auf die Leitstelle der Brandenburger Feuerwehr weiter mit. Die Einsatzkräfte im Waldbrandgebiet rechnen noch mit tagelangen Löscharbeiten. Die Berliner Feuerwehr informiert auf Twitter über die Lage des Waldbrandes etwa 50 Kilometer vor den Toren der Stadt.

Die Rauchentwicklung beeinträchtigt aber nicht den Flugverkehr von und nach Berlin. Alle Flüge verliefen planmäßig, sagte eine Sprecherin der Berliner Flughäfen.

+++ 8 Uhr +++ Nach dem Ausbruch eines riesigen Waldbrands südwestlich von Berlin hat der Wind erneut Qualm nach Berlin getragen. Am Sonnabendmorgen war der Rauchgeruch zum Beispiel in Charlottenburg und in Friedrichshain wahrnehmbar. Unterdessen kämpfen Hunderte Feuerwehrleute weiter gegen die Flammen.

Zwei Dörfer in Brandenburg sollten bis mindestens Sonnabendvormittag evakuiert bleiben. Die Einsatzkräfte kämpften mit drei Brandherden rund um Treuenbrietzen, wie ein Sprecher des Brandenburger Innenministeriums sagte. Am Freitag hatten die Feuerwehrleute den Brand zwar eindämmen, aber nicht unter Kontrolle bringen können.

Der Vize-Landrat von Potsdam-Mittelmark, Christian Stein (CDU), äußerte angesichts des gleichzeitigen Ausbruchs an drei Stellen den Verdacht, dass der Brand gelegt worden sein könnte. Aus dem Innenministerium hieß es jedoch, man habe keinerlei Erkenntnisse zur Brandursache, es könne nichts ausgeschlossen werden.

Das Feuer hatte sich gut 50 Kilometer vor den Toren der Hauptstadt rasch ausgebreitet: Nach zunächst fünf Hektar Waldbrandgebiet stand zuletzt eine Fläche in Flammen, die 400 Fußballfeldern entsprach.

Tagelange Löscharbeiten erwartet

Eine Sprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark sagte, sie rechne mit tagelangen Löscharbeiten. Die Glut reiche 40 bis 50 Zentimeter tief in den Waldboden. Die Bewohner der evakuierten Orte Klausdorf und Tiefenbrunnen sollen frühestens am Samstagvormittag nach Hause zurückkehren können.

Rund 600 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg, die im Wald liegen, erschwerten die Löscharbeiten. Feuerwehrleute können sich nicht gefahrlos bewegen. Die Kräfte waren daher auf Unterstützung aus der Luft angewiesen, etwa von Helikoptern.

+++ 7.23 Uhr +++ Rund 40 THW-Einsatzkräfte unterstützen zurzeit die Arbeiten der Feuerwehren und Polizei, teilte das Technische Hilfswerk am Sonnabendmorgen mit. "Das THW erfüllt vor allem logistische Aufgaben für die Einsatzkoordination der Feuerwehren. Ohne Strom, Licht und Treibstoff geht eben auch bei der Brandbekämpfung nichts", heißt es in einer Mitteilung. Seit Donnerstagabend sichere das THW die Stromversorgung für die Aufrechterhaltung der Funkverbindungen und den Einsatzleitwagen der Feuerwehr. "Das THW versorgt den mobilen Sendemast der Polizei durchgängig mit Strom. Bei Einbruch der Dunkelheit leuchtet das THW mit mobilen Lichtmasten den Bereitstellungsraum für die Einsatzkräfte. Zunächst bei Frohnsdorf und seit gestern zusätzlich an dem neu eingerichteten Bereitstellungsraum in Treuenbrietzen." Zudem liefere das THW Treibstoff für Löschfahrzeuge.

Bislang seien ehrenamtliche THW-Kräfte aus den Brandenburger THW-Ortsverbänden Bad Belzig, Herzberg, Fürstenwalde, Lübben, Neuruppin und aus dem Berliner Ortsverband Steglitz-Zehlendorf eingesetzt.

+++ 3.53 Uhr +++ Retter löschen weiter: Nach dem Ausbruch eines riesigen Waldbrands südwestlich von Berlin kämpfen noch Hunderte Feuerwehrleute gegen die Flammen. „Zur Stunde gibt es keine neue Entwicklung“, sagte ein Sprecher der Polizei am frühen Sonnabendmorgen. Den Löschkräften gelang es am Freitag, den Brand einzudämmen, unter Kontrolle war das Feuer aber noch nicht. Zwei Dörfer in Brandenburg sollten bis mindestens Sonnabend evakuiert bleiben.

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