Landwirtschaft

Gute Melonenernte in Brandenburg dank der Hitze

"Die Früchte sind süß und gut gewachsen": Auf dem Freilandbetrieb in Velten gedeihen die Früchte dank der aktuellen Hitze hervorragend.

Attila Puszti auf seinem Melonenfeld im brandenburgischen Velten

Attila Puszti auf seinem Melonenfeld im brandenburgischen Velten

Foto: Bernd Settnik / ZB

Velten. Melonenzeit in Brandenburg: In Velten (Oberhavel) nördlich von Berlin gedeiht die Frucht wegen der Hitze besonders gut. „Zum ersten Mal kann ich richtig ernten“, sagte Landwirt Attila Puszti am Donnerstag. Er ist nach eigenen Angaben der Einzige, der in Brandenburg professionell Melonen im Freiland anbaut. Vor drei Jahren kam er auf die Idee und gab dafür seinen Beruf als Konditor auf. „Die Früchte sind süß und gut gewachsen“, sagte er.

Kulturen, die aus südlichen Ländern stammen, finden zunehmend auch in Deutschland ihren Platz. Wassermelonen, Süßkartoffeln und Physalen werden professionell – wenn auch noch vereinzelt – angebaut. „Wir haben bald italienische Verhältnisse“, sagte Andreas Jende, Geschäftsführer des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg. Rudolf Vögel, Vorstandsmitglied im Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Greiffenberg, ergänzt: „Tomaten sind erst seit 1920 in Deutschland heimisch, Kiwi tauchten in den 80er-Jahren erstmals in Südfrankreich auf.“

Beim gebürtigen Ungar Puszti hat der Anbau Tradition: „In meiner Familie wurden immer Melonen angebaut.“ Er bewirtschaftet ein etwa 20.000 Qua­dratmeter großes Grundstück. „120 Sorten habe ich ausprobiert“, so Puszti. Dann sei in Serbien extra eine Kreuzung für märkische Verhältnisse kreiert worden. Puszti verkauft seine Früchte direkt am Feldrand. „Der Ertrag wäre noch besser bei mehr Regen“, sagte er. „Ich bin aber zufrieden.“

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