Gransee

Junger Autofahrer bei Kollision mit Güterzug getötet

Im Landkreis Oberhavel schleifte ein Güterzug ein Auto 800 Meter weit mit. Der Wagen wurde völlig zerstört, der Fahrer starb.

Ein Krankenwagen und mehrere Polizeifahrzeuge stehen vor einem Bahnübergang mit Halbschranke bei Gransee

Ein Krankenwagen und mehrere Polizeifahrzeuge stehen vor einem Bahnübergang mit Halbschranke bei Gransee

Foto: Julian Stähle / ZB

Gransee. Ein 23-Jähriger ist bei Gransee (Landkreis Oberhavel) mit seinem Auto von einem Güterzug erfasst und dabei tödlich verletzt worden. Das Auto des Mannes soll sich am Sonntagabend kurz vor 19.00 Uhr auf einem Bahnübergang mit Halbschranken befunden haben, wie die Polizei mitteilte. „Aus den Unfallspuren ist zu schließen, dass der Mann den Bahnübergang bei Rotlicht und geschlossenen Schranken befahren hat“, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen.

Der Wagen des 23-Jährigen wurde bei dem Zusammenstoß etwa 800 Meter mitgeschleift und komplett zerstört. Beim Eintreffen der Rettungskräfte war der eingeklemmte Autofahrer den Angaben zufolge bereits tot. Der 54-jährige Lokführer stand unter Schock, Notfallseelsorger wurden zum Unfallort gerufen. Der junge Mann saß allein im Auto. Weitere Verletzte gab es nicht.

Der Zug war nach Angaben der Bahn vom Rangierbahnhof in Seddin (Landkreis Potsdam-Mittelmark) in Richtung Rostock unterwegs. Nach dem Unfall war er nicht mehr fahrbereit und musste Polizeiangaben zufolge abgeschleppt werden.

Am Montagmorgen war noch ein Gleis des zweigleisigen Streckenabschnitts gesperrt. Der Personenverkehr kann der Bahn zufolge aber ohne Einschränkungen über ein Gleis abgewickelt werden. Die vollständige Streckenfreigabe wurde für den Vormittag erwartet.

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