Ausstellung in Schönefeld

ILA 2018 in Berlin - Alles, was Besucher wissen müssen

Ab Sonnabend ist die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung für alle zugänglich. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Die ILA 2018
Yannick Höppner
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Schönefeld. Seit Mittwoch ist der noch immer uneröffnete neue Hauptstadtflughafen BER Schauplatz für die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung. Nachdem die ersten drei Veranstaltungstage Fachbesuchern vorbehalten waren, öffnet die ILA 2018 nun ihre Tore für alle Luft- und Raumfahrtbegeisterten. Die Berliner Morgenpost beantwortet die wichtigsten Fragen für Besucher.

Wo muss ich hin?

Veranstaltungsort der ILA 2018 ist das Berlin ExpoCenter, das sich im Schönefelder Ortsteil Selchow am Nordwestrand des BER befindet. Geöffnet hat die ILA an beiden Publikumstagen von 10 bis 18 Uhr. Beim Einlass gibt es umfangreiche Sicherheitskontrollen, es ist mit Wartezeiten zu rechnen.

Wie komm ich hin?

Weil Parkplätze knapp und zudem kostenpflichtig sind, am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit der Regionalbahn (Linien RE7, RB14 und von Potsdam die RB22) oder mit der S-Bahn (S45 und S9) bis Bhf. Flughafen Schönefeld, mit der U-Bahn (U7) bis Rudow. Von dort weiter mit kostenlosen Shuttlebussen. Auch ab dem S-Bahnhof Schichauweg (S2) und vom Flughafen Tegel fahren Zubringerbus, die sind allerdings kostenpflichtig. Wer doch mit dem Auto anreisen will: Über die A100, A 113 und B96 zu den Parkplätzen P1 und P3 (gebührenpflichtig).

Was kostet mich der ILA-Besuch?

Der Besuch ist nicht gerade billig: Erwachsene zahlen 22 Euro, Schüler, Studenten und Auszubildende 14 Euro. Kinder im Alter bis zu sechs Jahren erhalten freien Eintritt. Im Gepäck sollten auf jeden Fall Getränke sein, denn auf dem weitläufigen Freigelände befinden sich nur wenige Schattenspender. Es gibt zahlreiche Imbissstände: Pommes kosten 3 Euro, die Bratwurst in der Regel 3,50 und ein Hotdog 4 Euro. Die Flasche Wasser wird für stolze 3,50 Euro, Softgetränke wie Fanta oder Cola für 4 Euro (0,5 Liter).

Was erwartet mich?

Der Veranstalter, die Messe Berlin und der Bundesverband der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, versprechen zahlreiche Attraktionen – in der Luft und am Boden. Mehr als 200 Fluggeräte sind auf dem Gelände ausgestellt, viele von ihnen können auch im Inneren besichtigt werden. Besonders groß dürfte wieder der Andrang am größten Passagierflugzeug der Welt, dem A380 sein. Zu sehen ist ein ganz besonderes Exemplar, und zwar der einhundertste A380, den die Fluggesellschaft Emirates bei dem europäischen Herstellerkonsortium gekauft und im November vorigen Jahres in Dienst gestellt hat. Bis auf das Cockpit kann alles im Flugzeug besichtigt werden, auch die 14 Luxussuiten in der FirstClass, der dazugehörigen Bar und den beiden Duschkabinen.

Nur am Sonnabend ist auch das mit 76,30 Metern längste Passagierflugzeug der Welt, eine Boeing 747-8 zu sehen. Die Lufthansa-Maschine „Brandenburg“ wird gegen 9 Uhr in Schönefeld erwartet. Gleich neben dem Jumbojet der neuesten Generation wird dann die berühmte „Tante Ju“, eine restaurierte JU52 aus den Anfangszeiten der Passagierluftfahrt stehen. Besichtigt werden kann auch das größte Frachtflugzeug der Welt, eine AN225 „Mirja“ des ukrainischen Herstellers Antonow. Erwartet wird ein weiterer Superlativ: Der Airbus A300-600ST „Beluga“. Es gilt als Flugzeug mit dem größten Ladevolumen.

Und in der Luft?

Das Salz in der Suppe jeder ILA sind die Flugvorführungen. Das Programm wird jeden Tag neu erarbeitet. Geplant sind unter anderem Leistungsdemonstrationen des neuen Langstrecken-Airbus A350-900 oder des japanischen Marineaufklärers Kawasaki P1. Die Bundeswehr, größter Einzelaussteller auf der ILA, hat eine große „Flugparade“ mit insgesamt 70 Fluggeräte angekündigt. Zu den fliegerischen Höhepunkten dürften die Formationsflüge der spanischen Patrulla Aguila gehören, die mit sieben Jets vom Typ C101 Aviojet großartige Bilder in den Himmel zeichnet.

Was gibt es für Kinder und Jugendliche?

Es gibt zahlreiche Angebote, die speziell auf Kinder und Heranwachsende zugeschnitten sind. So kann in der Halle des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt mithilfe einer VR (Virtual Realitiy)-Brille durch ein Raumstation spaziert werden. Die Bundeswehr hat einen Stand aufgebaut, an denen Fallschirmsprünge simuliert werden können. Und wer auf den Suche nach einem interessanten Ausbildungsberuf ist, der sollte sich auf jeden Fall im ILA-CareerCenter in Halle 1 umschauen.

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