Wildtiere

Bauernbund ist mit seiner "Geduld mit Wölfen am Ende"

Landwirte in Brandenburg wollen keine Ausgleichszahlungen mehr für von Wölfen gerissene Tiere akzeptieren. Sie fordern den Abschuss.

Der Brandenburger Bauernbund fordert politische Maßnahmen gegen den Wolf

Der Brandenburger Bauernbund fordert politische Maßnahmen gegen den Wolf

Foto: dpa

Potsdam.  Brandenburger Landwirte sehen angesichts zunehmender Wolfsrisse im Land ihre Geduld am Ende. Sie wollten kein Schweigegeld mehr für tote Kälber, betonte Bauer Marcus Schilka aus Guhrow im Spreewald und Mitglied im Vorstand im Brandenburger Bauernbund, am Sonnabend in einer Mitteilung. Fördermittel für Hochspannungszäune um die Herden zu schützen werden als Bestechungsgeld kritisiert. Einziger Wunsch sei, in Ruhe zu leben.

In Brüssel und Berlin müsse mehr Druck gemacht werden, damit der strenge Schutzstatus des Wolfs im europäischen Naturschutzrecht gelockert werde, verlangte der Bauernbund. Zudem müssten Wölfe, die für umfangreiche Schäden verantwortlich seien, durch sogenannte Schutzjagden zurückgedrängt werden, ohne die Tiere aber erneut auszurotten.

Am Freitagabend hatten knapp 2000 Menschen an den vom Bauernbund organisierten Wolfswachen teilgenommen. Feuer brannten landesweit an 21 Standorten.

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