Posse in Guben

Gescheiterter Apfelkönig darf auch kein Bürgermeister werden

Wenn nicht Apfelkönig, dann eben Bürgermeister. Doch auch mit diesem Ansinnen scheiterte nun ein Maurer aus Guben.

Der gescheiterte Apfelkönig-Kandidat Marko S. (Archivbild)

Der gescheiterte Apfelkönig-Kandidat Marko S. (Archivbild)

Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Guben.  Der mehrfach vor Gericht gezogene und als Apfelkönig gescheiterte Marko S. aus Guben kann auch nicht Bürgermeister werden. Wie die Stadt im Landkreis Spree-Neiße am Mittwoch mitteilte, hat der Wahlausschuss die Bewerbung einstimmig zurückgewiesen. Grund: Der Wahlvorschlag sei nicht frist- und formgerecht eingereicht worden.

So sei der Antrag lediglich unzureichend ausgefüllt gewesen. Auch die mindestens 56 notwendigen Unterstützungsunterschriften seien nicht fristgerecht eingereicht worden.

Der gelernte Maurer war nach seiner gescheiterten Wahl zum Apfelkönig im Herbst 2016 mehrfach vor Gericht gezogen - konnte den Titel allerdings nicht einklagen.

Bürgermeister wurde suspendiert

In Guben wird der hauptamtliche Bürgermeister am 22. April gewählt. Zugelassen wurden Peter Stephan (Linke), Harald Knoll (FDP), Fred Mahro (CDU) und Daniel Münschke (AfD). Die Wahl wurde notwendig, nachdem der umstrittene langjährige Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner (FDP) im Dezember im Alter von 66 Jahren gestorben war.

Hübner war 2016 mit 57,8 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden, obwohl er ein Jahr zuvor in einem Korruptionsprozess zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war. Wegen der Vorstrafe war er direkt nach der Amtsannahme suspendiert worden und erhielt im Rathaus Hausverbot. Seitdem führt Vize-Bürgermeister Mahro die Geschäfte.

Mehr zum Thema:

Gescheiterter Apfelkönig unterliegt auch vor Gericht

Der schlechte Verlierer von Guben