Neuer Restaurantführer

"Gault&Millau": Spreewald-Koch ist Entdeckung des Jahres

„17fuffzig“-Küchenchef René Klages überzeugte mit asiatischen Aromen und Würzen den Gourmet-Führer "Gault&Millau".

René Klages, Küchenchef im Restaurant 17fuffzig wurde vom "Gault&Millau" zur "Entdeckung des Jahres in Deutschland" gekührt (Archiv)

René Klages, Küchenchef im Restaurant 17fuffzig wurde vom "Gault&Millau" zur "Entdeckung des Jahres in Deutschland" gekührt (Archiv)

Foto: Christian Kielmann

Mit seiner ausgewogenen Kombination von europäischer Hochküche mit fermentierten japanischen Würzen konnte jetzt Koch René Klages vom Restaurant „17fuffzig“ in Burg (Dahme-Spreewald) 17 von 20 möglichen Gault&Millau-Punkten erringen. In der neuen Deutschland-Ausgabe des französischen Feinschmecker-Führers wird der 29-Jährige geborene Schwarzwälder als „Entdeckung des Jahres in Deutschland“ bezeichnet. Klages habe sich an die Landesspitze gekocht, urteilten die Tester laut Mitteilung des Verlags vom Montag.

Sie bewerteten bundesweit 900 Adressen, darunter elf Brandenburger Restaurants. Zehn märkische Küchenchefs wurden geehrt. „Koch des Jahres“ bundesweit wurde Christian Bau vom Restaurant „Victor's Fine Dining by Christian Bau“ in Perl (Saarland).

Gerade erst hat Klages seinen "Michelin"-Stern wiederbekommen

Vor knapp zwei Wochen hatte Klages Restaurant im Bleiche Resort&Spa seinen Stern von Restaurantführer „Guide Michelin“ wiederbekommen. Der „Gault&Millau“ bewertet nach dem französischen Schulnotensystem mit 0 bis 20 Punkten.

Klages Gerichte wie Kalbstatar unter anderem mit japanischen Aromen, marinierten Buchenpilzen, Avocado, gehobeltem Blumenkohl und einer Holunderblütenemulsion stünden für höchste Kreativität und bestmögliche Zubereitung, hieß es zur Punktvergabe.

Auf Platz 2 bei „Gault&Millau“ mit jeweils 16 Punkten stehen gleich drei märkische Restaurants. Im Potsdamer „Friedrich Wilhelm“ erkochten sich Alexander Dressel und Frank Linke die Bewertung. Sie inszenierten eine „Linda“-Kartoffel: In Salz gegart und im Kartoffelsud serviert, mit einer Beilage von Salatherzen, Streichholzkartoffeln und Schnittlauch werde ein einfaches Gericht geadelt. Das Restaurant trägt außerdem bereits einen Michelin-Stern.

Vier brandenburger Restaurants landen in der Spitzenklasse

Jörg Frankenhäuser im „Kochzimmer“ Beelitz (Potsdam-Mittelmark) begeisterte mit einer konzentrierten Reduktion eines Schmorsaftes von Kaninchen. Frank Schreiber vom „Goldenen Hahn“ in Finsterwalde (Elbe-Elster) brachte Wildgarnelen und Jakobsmuscheln auf den Tisch.

Auf 15 Punkte kommen Carsten Rettschlag vom „Juliette“ in Potsdam, der sich Steinbeißer und einem Stockfischpüree widmete, und Marco Giedow aus der „Speisekammer“ Burg, der mit gegrilltem Perlhuhn beeindruckte. 14 Punkte erkochte sich Steffen Specker von „Speckers Landhaus“ in Potsdam. 13 Punkte gingen an den Koch eines weiteren Burger Restaurants - an Jörg Thiele von der „Kolonieschänke“.

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