Drama in Phuket

Lübbenauer soll seine Freundin in Thailand getötet haben

Die Ermittler fanden die in einen Teppich gewickelte Leiche im Dschungel. Der Tatverdächtige verletzte sich bei der Festnahme selbst.

Strand auf Phuket

Strand auf Phuket

Foto: dpa / dpa/DPA

Ein 35-Jähriger aus Lübbenau (Dahme-Spreewald) steht im Verdacht, seine thailändische Freundin auf Phuket getötet zu haben. Das berichtete Bild.de am Montagabend. Bei seiner Festnahme soll sich Nico P. mit einem Teppichmesser schwer verletzt haben. Die Zeitung zitierte thailändische Medien, wonach der 35-Jährige vor einem Jahr von Brandenburg nach Thailand ausgewandert und vor vier Monaten bei seiner Freundin eingezogen sei. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es bislang nicht.

Die „Phuket Gazette“ berichtet, dass die Thailänderin am 1. Juli von ihrer Nichte als vermisst gemeldet wurde. Das Blatt berichtet weiter, dass Nachbarn zu Protokoll gaben, dass es in der Nacht ihres Verschwindens eine lautstarke Auseindersetzung zwischen dem Paar gegeben habe.

Laut thailändischer Polizei soll Nico P. in der Nacht ihres Verschwindens ein Auto gemietet haben. In dem Auto soll sich ein GPS-Sender befunden haben. So konnte die Polizei offenbar die Strecke, die Nico P. zurücklegte, rekonstruieren. Die Daten führten die Ermittler laut „Phuket Gazette“ in den Dschungel zwischen Chao Fah West und der Prince of Songkla Universität. Dort fanden sie die Leiche eingewickelt in einem Teppich, etwa 60 Meter abseits der Straße. Laut Polizei sei die Leiche so entstellt gewesen, dass man die Tote nicht sofort habe identifizieren können. Familienangehörige hätten die Frau aber an ihren Tattoos erkannt. Die Todesursache sei noch unklar. Allerdings soll der Körper mehrere Stichverletzungen haben.

Die Suche nach Nico P. blieb zunächst erfolglos. Er wurde mehrere Tage später vor seiner Wohnung, die er sich nach der Tat angemietet haben soll, angetroffen. Als der 35-Jährige die Polizei sah, berichtete die „Phuket Gazette“, soll er sich mit dem Teppichmesser die Kehle aufgeschnitten haben. Derzeit liege Nico P. auf der Intensivstation. Notärzte konnten seinen Zustand stabilisieren. Er sei laut Polizei aber noch nicht vernehmungsfähig.

Update: Der Mann ließ über seinen Anwalt die Vorwürfe zurückweisen, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Trotzdem erhoben die Behörden Anklage wegen Mordes.