Viehdiebe

Gestohlene Rinder in Brandenburg: Spur führt in die Ukraine

In diesem Jahr wurden in Brandenburg schon 310 Rinder gestohlen. Im Visier: Banden aus Osteuropa. Jetzt gibt es sogar eine Soko.

Rinderdiebe treiben in Brandenburg ihr Unwesen

Rinderdiebe treiben in Brandenburg ihr Unwesen

Foto: Matthias Bein / ZB

In Brandenburg werden immer mehr Rinder gestohlen. Zwar sei die Zahl der Taten in den vergangenen Jahren mit zuletzt 14 Fällen im Jahr 2016 in etwa konstant geblieben, berichtete Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke am Mittwoch in Potsdam.

Die Zahl der entwendeten Rinder stieg allerdings von 88 im Jahr 2014 auf 180 zwei Jahre später. „Und in diesem Jahr wurden bei fünf Taten bereits 310 Rinder gestohlen“, sagte Mörke. Das heißt, dass in den einzelnen Fällen immer größere Herden gestohlen werden.

Im Landeskriminalamt sei daher eine Sonderkommission zu den Viehdiebstählen eingerichtete worden, berichtete der Polizeipräsident. Die Täter kämen nach den Erkenntnissen der Ermittler aus Osteuropa. „Wir haben eine Tätergruppe im Raum Stettin im Visier“, sagte Mörke. Auch auf Märkten in der Ukraine seien Rinder aus Brandenburg zum Verkauf angeboten worden.

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