Altlandsberg

Archäologen heben Münzschatz am Berliner Stadtrand

Bei Grabungen am Berliner Stadtrand haben Archäologen 8000 mittelalterliche Münzen gefunden.

Silbermünzen, die Anfang 2016 in Lebus (Brandenburg) entdeckt worden waren (Archivbild)

Silbermünzen, die Anfang 2016 in Lebus (Brandenburg) entdeckt worden waren (Archivbild)

Foto: Patrick Pleul / dpa

Archäologen haben bei Grabungen im ehemaligen Schlossviertel von Altlandsberg (Märkisch-Oderland) einen bedeutsamen Münzschatz entdeckt. Es seien mehr als 8000 mittelalterliche Münzen gefunden worden, sagte Bürgermeister Arno Jaeschke (parteilos) am Freitag. Er bestätigte damit einen Bericht der „Märkischen Oderzeitung“. Am kommenden Mittwoch will Kulturministerin Martina Münch (SPD) in Altlandsberg den Fund der Öffentlichkeit vorstellen, teilte ihr Sprecher mit.

Die Wissenschaftler stießen in einer Torfschicht auf ein getöpfertes Gefäß mit den Geldstücken unterschiedlicher Prägungen und Größenordnungen. Nach einer ersten Experteneinschätzung handelt es sich um „13 Prager und Meißner Silbergroschen“, „elf rheinische Reichsgoldgulden“ sowie „circa 8000 silberne Hohlpfennige“, schreibt das Blatt unter Berufung auf Archäologen.

Als „möglicher historischer Kontext“ wird das Vergraben mit den Hussitenkämpfen um 1432 in Verbindung gebracht, hieß es. Damals wurde auch Altlandsberg belagert. Die Grabungen werden im Zusammenhang mit Sanierungsarbeiten im Schlossviertel des Ortes am östlichen Berliner Stadtrand unternommen.