Flughafen

Neue Ankunftshalle in Schönefeld öffnet vor Weihnachten

Bis mindestens 2023 muss der Flughafen wegen des BER offen bleiben, also wird nachgebessert. Auch wenn es kein „5-Sterne-Airport“ wird.

Die 4500 Quadratmeter große Halle wurde von der Bauaufsicht bereits abgenommen

Die 4500 Quadratmeter große Halle wurde von der Bauaufsicht bereits abgenommen

Foto: Jörg Krauthöfer

Am Flughafen Schönefeld dürfen sich die Reisenden über ein wenig mehr Komfort und womöglich auch eine schnellere Abfertigung freuen. Wenn die Fluggäste aus der S-Bahn kommen, erwartet sie bereits jetzt eine neue Anzeigetafel und ein Hinweis zu den Wartezeiten bei der Abfertigung. Die von Easyjet genutzte Abflughalle im Terminal B ist inzwischen modernisiert und um 460 Quadratmeter erweitert worden. Bis Weihnachten soll nach sechs Monaten Bauzeit auch das neue, von der Bauaufsicht bereits abgenommene Ankunftsterminal D 2 mit einer 4500 Quadratmeter großen Halle in Betrieb genommen werden.

Erstmals bekommt Schönefeld in dem Terminal auch eine automatisierte Passkontrolle. 2017 soll zudem das Terminal D zur reinen Abflughalle umgebaut werden. Geplant sind vier weitere Sicherheitskontrollen und 16 weitere Check-in-Schalter. „Wir wollen den Airport fit machen für die erwarteten 12 Millionen Passagiere im nächsten Jahr“, sagte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld am Freitag bei einem Rundgang. Die Flughafengesellschaft investierte laut Mühlenfeld in diesem Jahr 17 Millionen Euro in Neubauten, Ausbauten und Sanierung.

Schönefeld soll auch nach der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens bis mindestens 2023 in Betrieb bleiben. Denn selbst wenn der BER wie zuletzt geplant Ende 2017 in Betrieb geht, reicht seine Kapazität angesichts des gewachsenen Passagieraufkommens nicht aus. Bis am BER erweitert wird, erfülle Schönefeld zwar „nicht die Qualitätsstandards eines 5-Star-Airports wie München. Aber den Standard, den die Berliner gewöhnt sind.“ Nach einer kurzen Pause fügte Mühlenfeld hinzu: „Kurze Wege und pünktliche Abflüge.“