Tag des offenen Denkmals

Dorfkirchen und Schlösser: 450 Denkmale für alle geöffnet

Traditioneller Tag des offenen Denkmals: 450 Brandenburger Denkmäler ziehen am Sonntag landesweit Besucher an.

Die illuminierte Burg von Storkow im Landkreis Oder-Spree

Die illuminierte Burg von Storkow im Landkreis Oder-Spree

Foto: dpa

Rund 450 Brandenburger Denkmäler ziehen am Sonntag landesweit Besucher an. Beim traditionellen Tag des offenen Denkmals gewähren auch historische Bauten Einblick, die sonst nicht zugänglich sind für die Öffentlichkeit. Das Motto in diesem Jahr lautet „Gemeinsam Denkmäler erhalten“.

Der Tag biete die Möglichkeit, vergessene oder bereits wieder mit Leben erfüllte Denkmäler neu zu entdecken, sagte Kulturministerin Martina Münch (SPD). Zur Denkmallandschaft gehören nicht nur prächtige Parkanlagen und herrschaftliche Schlösser, sondern auch kleine Dorfkirchen, alte Industrieanlagen oder frühere Brauereien. „Sie sind unser kulturelles Gedächtnis, das es zu bewahren gilt“, sagte sie. In diesem Jahr stelle das Land 500.000 Euro für eine zusätzliche Denkmal-Förderung bereit.

Tradition seit 1993

Für den Erhalt sorgen auch Bürger mit ihrem Engagement. So erstrahlt die Streleburg in Storkow (Oder-Spree) wieder in altem Glanz. Der aus dem 13. Jahrhundert stammende Bau war zu DDR-Zeiten durch einen Brand zerstört worden. Auch die Sanierung der Feldsteinkirche in Brügge (Prignitz) gelang durch Einsatz der Bürger.

Seit 1993 findet der Tag des offenen Denkmals immer am zweiten September-Wochenende statt. Bundesweit konnten nach Angaben der Stiftung Denkmalschutz in Bonn mehr als 8000 Denkmäler besichtigt werden.