Dresden

Bullenkopf im Stadion: Polizei ermittelt Verdächtigen

Ein 21-jähriger Brandenburger wurde als mutmaßlicher Täter ausgemacht, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Im Skandal um einen Bullenkopf im DFB-Pokalspiel zwischen den sächsischen Fußball-Clubs Dynamo Dresden und RB Leipzig hat die Dresdner Polizei einen Verdächtigen identifiziert. Ein 21-jähriger Brandenburger sei als mutmaßlicher Täter ausgemacht worden, wie Polizeisprecher Thomas Geithner am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zuvor hatten die „Dresdner Neuesten Nachrichten“ darüber berichtet. „Wir gehen aber davon aus, dass er mehrere Komplizen hatte“, sagte Geithner.

Mit dem 21-Jährigen hat die Polizei bereits gesprochen, er äußerte sich nicht zu dem Vorwurf. Die Beamten waren nach der Auswertung von mehreren Videokameras auf ihn aufmerksam geworden.

Offen ist, wie der Kopf ins Stadion kam

Offen sei noch, wie genau er den Kopf am 20. August ins Stadion geschmuggelt habe. Wahrscheinlich transportierte er mit weiteren Komplizen den Tierschädel in einer Holzkiste ins Stadion und platzierte ihn in der ersten Halbzeit vor dem K-Block. Wegen einer Ordnungswidrigkeit erwartet ihn nun eine Geldstrafe.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte ein Ermittlungsverfahren gegen den Zweitligisten Dresden eingeleitet. Dem Verein droht eine Geldstrafe. Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge hatte von einem „erheblichen Imageschaden“ für den Verein gesprochen und angekündigt, dass der Verein ein Exempel statuieren wolle.