Kooperation

Warum die deutsche Feuerwehr in Polen löschen soll

Die Feuerwehrkräfte auf beiden Seiten der polnischen Grenze vertiefen ihre Zusammenarbeit - und retten damit Menschenleben.

 Feuerwehrmann Thomas Gulbe steht vor dem neuen Feuerwehrhaus in Groß Gastrose neben einem alten Feuerwehrauto, an dem die Polen-, Europa-, und Deutschlandfahne wehen.  Im deutsch-polnischen Grenzgebiet teilen sich seither Feuerwehrleute von dies- und jenseits der Neiße in Groß Gastrose (Spree-Neiße) ein gemeinsames Haus

Feuerwehrmann Thomas Gulbe steht vor dem neuen Feuerwehrhaus in Groß Gastrose neben einem alten Feuerwehrauto, an dem die Polen-, Europa-, und Deutschlandfahne wehen. Im deutsch-polnischen Grenzgebiet teilen sich seither Feuerwehrleute von dies- und jenseits der Neiße in Groß Gastrose (Spree-Neiße) ein gemeinsames Haus

Foto: Patrick Pleul / dpa

Bei Katastrophen und großen Bränden wollen deutsche und polnische Feuerwehren künftig häufiger Einsatzkräfte über die Grenze schicken. Das sieht eine neue Absichtserklärung von Brandenburg und der Wojewodschaft Lebus vor, wie das Brandenburger Innenministerium am Samstag in Potsdam mitteilte.

Zu dem Zweck wird spezielle Technik zum Zusammenschalten der beiden unterschiedlichen Funknetze angeschafft. Es sind aber auch Sprachkurse, mehr Einsatzübungen und gemeinsame Ausbildungen geplant. „Gefahrenlagen kennen keine Grenzen“, sagte Innenstaatssekretärin Katrin Lange laut Mitteilung. „Deshalb ist es wichtig, dass polnische und deutsche Einsatzkräfte eng miteinander kooperieren.“

Die polnische Feuerwehr half beim Hochwassereinsatz 2013

Die vereinbarte Vertiefung schaffe mehr Sicherheit für die Menschen auf beiden Seiten der Oder, betonte Lange. Damit werde der vor rund zehn Jahren eingeschlagene Weg der Zusammenarbeit fortgesetzt. „Die Hilfe der polnischen Feuerwehr im Hochwassereinsatz 2013 an der Schwarzen Elster und die Unterstützung Brandenburger Einsatzkräfte nach einer Explosion auf dem Markt von Osinów Dolny im Jahr 2012 sind Beispiele dafür, dass die Zusammenarbeit nicht nur auf dem Papier besteht.“