Brandenburg

Zahl der Erkrankungen durch Zeckenbisse gestiegen

In Brandenburg ist Zahl der Erkrankungen durch Zeckenbisse deutlich gestiegen. Es wurden mehr Lyme-Borreliose-Infektionen registriert.

Durch Zeckenstiche sind in der ersten Hälfte dieses Jahres in Brandenburg 425 Menschen erkrankt und damit deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg von solchen Lyme-Borreliose-Infektionen liege somit bei 32 Prozent, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Potsdam mit. Bis Anfang August seien 700 Fälle gemeldet worden. Im gesamten Vorjahr hatten die Gesundheitsbehörden 1206 Lyme-Borreliose-Infektionen registriert. Darüber hatte der „Oranienburger Generalanzeiger“ zuerst berichtet.

Die meisten Erkrankungen (134) gab es im Vorjahr im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Auch in den Landkreisen Dahme-Spreewald (119) und Oberhavel (117) kam es zu überdurchschnittlich vielen Zeckenstichen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt bei einem möglichen Zeckenbefall einen Kreis mit einem Kugelschreiber um die Einstichstelle zu zeichnen und sie zu beobachten. Bilde sich nach einigen Tagen eine deutliche ringförmige Hautrötung, sollte ein Hausarzt aufgesucht werden. In einigen Fällen erscheine nur eine unspezifische Hautrötung, die wandere, so das RKI. Ein Hausarzt sollte auch hinzugezogen werden, falls sich in 7 bis 14 Tagen nach einem möglichen Zeckenbefall grippeähnliche Anzeichen einstellen.