Oderbruch

Zehn Zentimeter lange Wunde - Rentner von Biber gebissen?

Im Oderbruch soll ein Mann von einem Biber gebissen worden sein. Es wäre der erste Vorfall dieser Art in Brandenburg.

Im Oderbruch soll ein Mann von einem Biber gebissen worden sein. Das berichtet die Märkische Oderzeitung. Es wäre das erste Mal, dass ein solches Tier in Brandenburg einen Menschen angegriffen hat.

Laut dem Blatt sei der Rentner nach der Konfirmation seiner Enkeltochter an einem Weg entlang von matschigen Feldern und Gräben nach Hause gelaufen. 250 Meter vor seinem Haus sei plötzlich etwas auf ihn zugelaufen. "Ich bekomme einen Schlag, dann höre ich es noch im Graben plätschern", erinnert sich Günter Schrape. An seinem Bein klaffte eine etwa zehn Zentimeter lange und vier Zentimeter tiefe Wunde.

Obwohl er das Tier nicht genau gesehen hat, ist der 78-Jährige sicher, dass es sich um einen Biber gehandelt hat. "Ich bin schon so oft dort entlang gegangen. Andere Tiere gibt es ja dort kaum noch" meint er. Günther Schrape wird derzeit im Krankenhaus behandelt.

Die Biberbeauftragte des Deichverbandes Oderbruch, Antje Reetz, zeigte sich dem Blatt gegenüber erstaunt. Biber würden von Jahr zu Jahr ihre Scheu vor Menschen mehr ablegen. Dennoch sei ein solcher Angriff eher als Ausnahme zu werten. Sie vermutet, dass ein weibliches Tier seine Jungen bedroht sah. Da Biber allgemeinhin Menschen eher meiden würden, warnt sie vor Panikmache. In Deutschland seien bisher nur Angriffe auf Jagdhunde bekannt - und diese auch nur in Ausnahmesituationen.