Baruth/Mark

Ausgebrochene Löwen nach Betäubung wieder wohlauf

Gretchen ist zwar noch müde, aber beide Tiere sind wieder wohlauf. Inzwischen ist auch klar, wie es dazu kommen konnte.

Die Löwin "Gretchen" schläft nach einem Treffer von einem Betäubungsgewehr in ihrem Gehege im Wildpark Johannismühle bei Baruth/Mark

Die Löwin "Gretchen" schläft nach einem Treffer von einem Betäubungsgewehr in ihrem Gehege im Wildpark Johannismühle bei Baruth/Mark

Foto: Patrick Pleul / dpa

Die beiden Löwen aus dem Wildpark in Baruth haben sich vom Wirbel um ihren Ausbruchsversuch wieder erholt. „Beide sind wohlauf“, sagte der Park-Geschäftsführer Julian Dorsch am Donnerstag. „“Gretchen“ ist noch ein bisschen müde.“ Eine Tierärztin hatte die Raubkatze am Mittwoch mit einem Betäubungsgewehr lahmgelegt. „Wir hatten es gut dosiert, damit wir sicher sind.“

Die Löwin und das Männchen „Massai“ waren aus ihrem Gehege in einen Außenbereich ausgebüxt, wurden aber von einem mehrere Meter hohen Sicherheitszaun gestoppt. Menschen waren zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Allerdings mussten rund 100 Gäste des Tierparks sofort das Gelände verlassen.

Tür nicht richtig verschlossen

Wie es dazu kam? „Ein Mitarbeiter hatte die Tür nicht richtig verschlossen. Die Katzen waren neugierig und haben die Tür dann aufgemacht“, sagte Dorsch. Der Park habe Schlussfolgerungen gezogen und sein Konzept für eine Evakuierung überarbeitet. Nunmehr wird bei allen großen Gruppen eine Handynummer notiert, um die Gäste im Falle einer Räumung schneller zu erreichen.

Die Polizei wird dem Park für den Einsatz von bis zu zehn Streifenwagen keine Rechnung schicken. Es sei ein Fall von Gefahrenabwehr gewesen, erläuterte ein Sprecher. Auch strafrechtliche Konsequenzen sind nicht zu erwarten.

Die beiden Löwen bekommen seit einigen Jahren in dem Park ihr Gnadenbrot. Beide stammen ursprünglich aus nicht tiergerechten Haltungen. „Massai“ war vor seiner Zeit in Baruth in einem Tierheim.