Unfall auf der L20

28-Jähriger bei Zusammenprall mit Laster getötet

Im Havelland ist ein Autofahrer mit einem Lastwagen frontal zusammengestoßen. Dabei ist ein Fahrer ums Leben gekommen.

Der Autofahrer war nach dem Unfall in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Für ihn gab es keine Rettung mehr

Der Autofahrer war nach dem Unfall in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Für ihn gab es keine Rettung mehr

Foto: imago stock&people / imago/Eibner

Schönwalde. Auf der Landstraße L20 ist es am Dienstagmorgen bei Schönwalde (Kreis Havelland) zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Todesopfer gekommen. Ein Autofahrer geriet in den Gegenverkehr und stieß frontal mit einem Lastwagen zusammen. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Der 28 Jahre alte Fahrer sei noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen erlegen, sagte Polizeisprecherin Jana Birnbaum.

Der Autofahrer war laut Polizei mit einem Citroën nahe dem Abzweig Pausin in Richtung Falkensee unterwegs, als er kurz nach 6 Uhr aus ungeklärter Ursache plötzlich nach links auf die Gegenfahrbahn kam. Dort näherte sich aus südlicher Richtung ein 61-Jähriger mit einem Muldenkipper-Sattelzug. Der Lkw-Fahrer konnte dem entgegenkommenden Wagen nicht mehr ausweichen. Es kam zu einem Frontalzusammenstoß.

Der Citroën prallte unterhalb des Führerhauses der Zugmaschine gegen den Lkw, praktisch unter dem Sitz des 61-Jährigen. Der Lkw-Fahrer erlitt einen Schock, wurde bei der Kollision zudem leicht verletzt und nach Polizeiangaben zur Behandlung in das Waldkrankenhaus in Nauen eingeliefert.

Ein Gutachter soll die Unfallursache ermitteln

Der vordere Teil des Lastwagens kam nach dem Zusammenstoß auf dem neben der Landstraße entlang führenden Radweg zum Stehen. Der 28-Jährige war in dem stark deformierten Pkw eingeklemmt worden. Die Rettungskräfte der alarmierten Feuerwehr mussten das Wagendach aufschneiden, um den leblosen Autofahrer überhaupt bergen zu können. Ein Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod des 28-Jährigen feststellen.

Die Staatsanwaltschaft setzte einen unabhängigen Gutachter ein, um die Ursache für das Unglück zu ermitteln. Der Citroën wurde zur Erstellung eines Gutachtens von der Polizei sichergestellt. Die Landstraße L20 wurde für die Rettungsarbeiten in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt, der Verkehr über Bötzow umgeleitet. Die Bergung des Opfers, der Abtransport der Fahrzeuge sowie die anschließende Unfallaufnahme dauerten gut vier Stunden an. Erst gegen 11.20 Uhr konnte die Straße wieder für den Fahrzeugverkehr frei gegeben werden.