Weltkriegsbombe

Vorbereitungen zur Bombenentschärfung in Oranienburg laufen

12.000 Einwohner müssen ihre Häuser in der Innenstadt verlassen. Betroffen sind auch ein Krankenhaus, Kitas und Schulen.

Archivbild  einer Evakuierung in Oranienburg Mitte Mai

Archivbild einer Evakuierung in Oranienburg Mitte Mai

Foto: Bernd Settnik / dpa

Die Vorbereitungen zur Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Oranienburg haben am Donnerstagmorgen begonnen. Bis 8.00 Uhr müssen nach Angaben der Behörden rund 12.000 Einwohner ihre Häuser im Sperrkreis um den Fundort der 250 Kilogramm schweren Bombe in der Innenstadt verlassen haben.

Hier liegen ein Krankenhaus, ein Altenheim, sieben Kitas und Horte, fünf Schulen und zwei Bahnhöfe des S- und Regionalbahnverkehrs. Läuft alles wie geplant, soll die Sperrung laut Ordnungsamt gegen 15.30 Uhr wieder aufgehoben werden. Es ist der 195. Bombenfund seit 1991 in der Stadt, wo es zu Kriegszeiten bedeutende Rüstungsbetriebe gab.

Von 8 Uhr an fahren keine S-Bahnzüge mehr von und nach Oranienburg. Letzter Haltepunkt ist Birkenwerder. Zwischen Oranienburg und Birkenwerder besteht dann ein Schienenersatzverkehr mit Bussen, auch für den Regionalbahnverkehr. Zum Bahnhof Lehnitz gibt es keinen Zugverkehr, da er im Sperrkreis liegt.

Ebenso betroffen sind zwei Regionalbahnlinien. Der RE5 Rostock/Stralsund - Neustrelitz - Berlin hält von 8.00 Uhr an nicht mehr in Oranienburg. Von 10.30 Uhr an wird dann der Abschnitt zwischen Löwenberg und Berlin-Gesundbrunnen mit Bussen bedient. Die RB20 Oranienburg - Hennigsdorf - Potsdam fällt zwischen Birkenwerder und Oranienburg aus.