Baumblütenfest in Werder

196 Anzeigen, viele Betrunkene - so war das Baumblütenfest

Die häufigsten Probleme waren Drogen, Körperverletzungen und Beleidigungen. Insgesamt blieb das Fest in diesem Jahr aber friedlich.

Auch in diesem Jahr kamen wieder Hunderttausende nach Werder

Auch in diesem Jahr kamen wieder Hunderttausende nach Werder

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Das am Sonntag zu Ende gegangene 137. Baumblütenfest in Werder/Havel (Potsdam-Mittelmark) mit hunderttausenden Besucher ist weitgehend friedlich geblieben. Die Polizei in Brandenburg/Havel registrierte 196 Strafanzeigen, wie sie am Montag mitteilte. Die drei häufigsten Delikte waren Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Körperverletzungen und Beleidigungen.

Es seien 44 Menschen kurzzeitig in Gewahrsam genommen und 205 Platzverweise erteilt worden. In den meisten Fällen waren die Beteiligten betrunken. Unter ihnen waren laut Polizei vor allem viele Heranwachsende und Jugendliche. Das Baumblütenfest ist vor allem seine Obstweine bekannt.

Fünf Schwerverletzte gab es am Freitag beim Zusammenstoß eines Feuerwehrwagens mit einem Bierwagen. Die herumfliegenden Trümmer trafen etliche Menschen. Nur einer der Verletzten musste aber bis jetzt stationär zur Behandlung im Krankenhaus bleiben.

Die Bundespolizei zählte bei der An- und Abreise 59 Straftaten und konnte 60 Tatverdächtige festnehmen. Dabei habe es sich vor allem um alkoholbedingte Straftaten gehandelt. Etwa die Hälfte waren Gewaltdelikte (Körperverletzungen und Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte), wie es in einer Mitteilung vom Montagvormittag hieß.

Insgesamt sei die Zahl der Straftaten auf ähnlich niedrigem Niveau wie im Vorjahr geblieben. Dazu habe auch das Glasflaschenverbot beigetragen.