Dreieck Barnim

Neue Arbeiten an der A10 - Staugefahr auf Berliner Nordring

Der Abschnitt auf der A 10 zwischen Pankow und Barnim wird bis Ende 2019 auf sechs Spuren ausgebaut.

Barnim.  Der Ausbau des nördlichen Berliner Autobahnrings geht in die nächste Runde. Am Freitag gab Verkehrsstaatssekretärin Dorothee Bär den Startschuss für die Arbeiten auf dem Abschnitt zwischen Pankow und Barnim. Betroffen ist das 1,8 Kilometer lange Teilstück zwischen der Landesgrenze Berlin/Brandenburg sowie dem Autobahndreieck Barnim. „Der bereits jetzt hochbelastete Abschnitt der A 10 zwischen Pankow und Barnim wird zukünftig leistungsfähiger und sicherer“, sagte Bär. Das Bundesverkehrsministerium investiert 18 Millionen Euro.

Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende 2019 an. Zunächst wird die Brücke über den Lindenberger Weg abgerissen und neu gebaut. In 2017 und 2018 erfolgt dann der Ausbau der Fahrbahn von vier auf sechs Spuren. Zum Schluss werden aktuell nicht bewirtschaftete Rastplätze auf beiden Seiten der Strecke neu gebaut. Die Bewohner der angrenzenden Siedlung Neu-Buch bekommen Lärmschutzwände von sechs Metern Höhe. Autofahrer müssen sich während der Bauzeit auf verengte Spuren und eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit einstellen. Der ADAC Berlin-Brandenburg rechnet mit „größeren Behinderungen“.

Verkehrsbelastung soll deutlich steigen

Die Bauarbeiten sind Teil des im Bundesverkehrswegeplans 2030 festgeschriebenen Vorhabens, den insgesamt 45 Kilometer langen nördlichen Ring komplett auf sechs Spuren auszubauen. Bislang ist dies erst auf neun Kilometern der Fall. In den vergangenen Jahren wurde bereits das Autobahndreieck Barnim erneuert und die A 10 zwischen dem Autobahndreieck Pankow und der Landesgrenze ausgebaut. Laut Brandenburger Verkehrsministerium ist der Ausbau auf dem aktuellen Abschnitt zwingend erforderlich, da die Belastung dort bis 2025 auf 75.000 Fahrzeuge am Tag ansteigt, davon entfallen rund ein Viertel auf den Schwerverkehr. 2010 waren es noch 46.000 Fahrzeuge.

Mit dem Brückenbau beauftragt wurde die Firma Matthäi aus Velten, die sich schon in früheren Ausschreibungen um den Ausbau des Nordrings durchsetzen konnte. Die restlichen Bauaufträge sind noch nicht vergeben. Anders als der Berliner Senat bei der A 10 auf seinem Gebiet, wendet Brandenburg keine Bonus-Malus-Regelung an, bei der ein frühzeitiger Abschluss der Arbeiten finanziell entlohnt wird. Der ADAC fordert hingegen, dass alle Möglichkeiten zur Beschleunigung der Maßnahme ausgeschöpft werden müssten.