Blütenpracht

Adonisröschen locken wieder Tausende Besucher an die Oder

An den Hängen der Oder blühen wieder die seltenen Adonisröschen. Bis Anfang Mai können Touristen die Blütenpracht bewundern.

Spaziergänger bestaunen die Pracht der gelb blühenden Adonisröschen im Naturschutzgebiet Oderhänge Mallnow

Spaziergänger bestaunen die Pracht der gelb blühenden Adonisröschen im Naturschutzgebiet Oderhänge Mallnow

Foto: mik/oc

Tausende Pflanzenfreunde kommen in diesen Tagen an die Oder bei Lebus (Märkisch-Oderland), um ein besonderes Schauspiel zu bewundern: An den Hängen bei Mallnow oder Podelzig breitet sich ein gold-gelbes Blütenpolster mit den geschützten Adonisröschen im etwa 300 Hektar großem Naturschutzgebiet aus.

"Noch bis Anfang Mai zeigen sich die fedrigen Köpfe", sagte Dorothea Janz von der Touristeninformation des Amtes Lebus. Je wärmer die Sonnenstrahlen seien, desto eher entfalten die geschützten Bodendecker die volle Pracht ihrer Blüten. Diese erinnern ein wenig an Löwenzahn - sind mit einem Durchmesser von etwa sechs bis acht Zentimetern jedoch größer.

Adonisröschen (Adonis vernalis) stehen auf der Roten Liste und sind eine geschützte Pflanzenart. Die Blüten sind giftig. Ursprünglich stammt die Steppenpflanze aus Westasien. Ihre Wurzeln gehen bis zu einem Meter in den Boden.

Nach Angaben des Naturschutzbundes Nabu wanderte das Adonisröschen mit der letzten Eiszeit nach Mitteleuropa ein. Schäfer fördern heute mit ihren Tieren die Verbreitung der geschützten Pflanzen. Sie erhalten dafür Fördermittel vom Land.