Gemüse

Wo man am Wochenende Beelitzer Spargel kaufen kann

Eigentlich wurde bereits zu Ostern mit dem Saisonstart gerechnet. Nun kommt das Edelgemüse eine Woche später auf die Teller.

Spargel-Liebhaber können sich freuen: Am Wochenende stehen die ersten weißen Stangen in den Hofläden der Beelitzer Bauern (Potsdam-Mittelmark) zum Verkauf. Wegen des kühlen Wetters in der Woche beginne die Ernte am Freitag in der Region zunächst in kleinen Mengen, sagte der Beelitzer Spargelbauer Jürgen Jakobs am Donnerstag. „Aber der Spargel steht überall in den Startlöchern“, meinte er.

Zum Wochenende würden höhere Temperaturen erwartet, sodass bereits eine Woche später mit einem größeren Angebot zu rechnen sei. Ein Kilo Spargel im Hofladen in Beelitz kostet laut Jakobs in der kommenden Woche zwischen zehn und 15 Euro. Bei steigendem Angebot sinke der Preis in den Tagen danach auf unter zehn Euro. Wegen des milden Winters mit ausreichend Feuchtigkeit rechnet der Beelitzer Spargelbauer mit einer guten bis sehr guten Ernte. Offizieller Beginn der Spargelsaison in Beelitz ist der 14. April 2016.

Eine Übersicht mit den Hofläden von Beelitz finden Sie HIER.

In Vetschau (Oberspreewald-Lausitz) wird der Spargel etwas später gestochen als in Beelitz: Anfang kommender Woche sei es so weit, sagte Eckard Kuhl, Geschäftsführer der Spargelbau GmbH Sallgast und der Spreewälder Spargelbau GmbH und Co.KG. Ein Grund für den späteren Start seien die lehmigeren Böden in der Region. Zudem sei der Spargel etwas tiefer gepflanzt als in Beelitz. Auch die Zahl der Folien, mit denen der Spargel abgedeckt ist, spiele eine Rolle. Kuhl rechnet für die kommende Woche mit einem Preis von sechs bis zwölf Euro pro Kilo Spargel im Hofladen.

Es könnte ein gutes Jahr werden

Auch Kuhl rechnet mit einer ertragreichen Ernte: „Wenn die Saison so früh anfängt, wird es sicherlich ein gutes Spargeljahr.“ Schlechtes Wetter könne den guten Start allerdings schnell relativieren, gab er zu Bedenken. Im vergangenen Jahr wurde mit 15.900 Tonnen die geringste Spargelernte seit Jahren eingefahren. Gründe waren die niedrigen Temperaturen in der Nacht und das trockene Wetter.

Betrachtet man das gesamte vergangene Jahrzehnt, sind die Spargel-Erträge im Land laut Gartenbauverband Berlin-Brandenburg gewachsen - von knapp 45 Dezitonnen pro Hektar 2006 auf knapp 54 im vergangenen Jahr. Gründe seien eine steigende Nachfrage nach regionalem Gemüse und verbesserte Anbautechnologien mit Planen, die den Boden erwärmen. Das Anbaugebiet ist im gleichen Zeitraum von etwa 2600 auf rund 2860 Hektar gewachsen. 1300 Hektar davon gehören zum traditionsreichen Beelitzer Anbaugebiet.