Wasserschutzpolizei

Diebstähle von Bootsmotoren nehmen in Brandenburg zu

Am Wochenende mit dem Boot über Brandenburgs Gewässer schippern - das mögen auch Berliner. Dumm nur, wenn der Motor weg ist.

Bootsmotoren von Segelbooten im Hafen von Stralsund. Brandenburgs Wasserschutzpolizisten beschäftigt zunehmend der Diebstahl von Booten und Bootsmotoren

Bootsmotoren von Segelbooten im Hafen von Stralsund. Brandenburgs Wasserschutzpolizisten beschäftigt zunehmend der Diebstahl von Booten und Bootsmotoren

Foto: Stefan Sauer / dpa

Brandenburgs Wasserschutzpolizisten beschäftigt zunehmend der Diebstahl von Booten und Bootsmotoren.

Im vergangenen Jahre wurden insgesamt 631 Fälle registriert, sagte ein Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums. Das sei eine Steigerung um neun Prozent im Vergleich zu 2014. Etwa 343 Außenbordmotoren seien gestohlen worden, nach 302 im Jahr zuvor.

Zum Zuständigkeitsbereich der Wasserschutzpolizei gehören rund 1700 Kilometer schiffbare Wasserstraßen. Brandenburg ist eines der wasserreichsten Bundesländer.

Die Beamten überwachen den Schiffsverkehr: So überprüfen sie, ob die auf dem Wasser geltenden Verkehrsregelungen eingehalten werden. Verstöße der Berufs- und Sportbootsschifffahrt werden geahndet.

Es mangelt an Regelkenntnissen

Im Vorjahr gab es laut Behörde 24.535 Kontrollen (2014: 27.662). Bei 5366 Booten hatten die Polizisten etwas zu beanstanden, bei 5427 wurden Ordnungswidrigkeiten festgestellt. In 72 Fällen - fünf Mal waren Berufsschiffer betroffen - leiteten die Beamten Verfahren wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss ein.

Bei den meisten Vergehen wussten die Bootsführer zu wenig Bescheid über bestehende Vorschriften, hieß es. Oft bereiteten sich Freizeit-Kapitäne nicht genug auf ihre Wasser-Touren vor. „Bei konsequenter Planung und Information vor Antritt der Fahrt wären manche Verstöße vermeidbar gewesen“, betonte der Sprecher.

In der vergangenen Saison musste unter anderem die Weiterfahrt eines Sondertransportes zur Überführung eines Segelboote verhindert werden. „Die Sicherheit war nicht gegeben, da die Sicht des Schiffsführers eingeschränkt war“, sagte er.