Urlaubsresort

Freizeitanlage Tropical Islands wird noch größer

Das künstliche Tropenparadies Tropical Islands südlich von Berlin wächst weiter. Geplant sind eine Außenanlage und ein Feriendorf.

Zur Haupthalle (Foto) kommt eine Außenwasserlandschaft hinzu

Zur Haupthalle (Foto) kommt eine Außenwasserlandschaft hinzu

Foto: dpa Picture-Alliance / Patrick Pleul / picture alliance / dpa

Dem weiteren Ausbau der künstlichen Tropenwelt Tropical Islands in Krausnick (Dahme-Spreewald) zu einem Urlaubsresort für das ganze Jahr steht nichts entgegen. Dies teilte das Brandenburgische Infrastrukturministerium am Mittwoch mit.

Die Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg kommt zu dem Ergebnis, dass dem schrittweisen Ausbau keine Ziele der Raumordnung entgegenstehen.

Allerdings mit einer Einschränkung: Abweichend von der Planung der Tropical-Islands-Betreibergesellschaft dürfen die Flächen innerhalb des Landschaftsschutzgebietes Dahme-Heideseen nicht bebaut werden. Dem Landschafts-, Biotop- und Artenschutz werde damit Rechnung getragen, sagte Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD).

Die Betreiber wollen die Bettenkapazität in den nächsten Jahren auf bis zu 9000 erweitern. Dazu werden unter anderem im Umfeld der ehemaligen Cargolifter-Halle, in der 2004 die tropische Badelandschaft entstand, neue Ferienhäuser gebaut.

Künstlicher Wildwasserfluss soll im April fertig sein

Im über 35.000 Quadratmeter großen Außenbereich ist derzeit eine Wasserlandschaft im Bau, die mit dem Innenbereich der Halle verbunden werden soll und ganzjährig genutzt werden kann: Amazonia. Die beheizten, etwa 31 Grad warmen zwei Swimmingpools und Deutschlands längster künstlich angelegter Wildwasserfluss sollen im April fertig sein, wie Unternehmenssprecherin Janet Schulz am Mittwoch ankündigte. Dazu entstehen Liegeplätze für über 2500 Gäste und Sportanlagen.

Zur Genehmigung der generellen Ausbaupläne sagte Schulz der Berliner Morgenpost: „Wir freuen uns.“ Die Beschränkungen im Landschaftsschutzgebiet beeinträchtigten die Planungen nicht. „Es handelt sich dabei um eine Wiese, die wir ohnehin nicht mehr bebauen wollten.“ Das Unternehmen will langfristig 1200 Mitarbeiter beschäftigen. Derzeit sind es halb so viele.

Die Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg hat dem Unternehmen noch aufgegeben, ein sogenanntes Besucherlenkungskonzept zu erstellen. Es geht dabei um die An- und Abfahrtswege zum Tropenparadies.