Stahnsdorf

Kinder flüchten vor Wildschwein auf Baum

In Stahnsdorf haben zwei Jungen aus Angst vor einem Wildschwein auf einem Baum ausgeharrt. Schließlich rettet sie eine Freundin.

Mit Wildschweinen ist nicht gut Spaßen. Das mussten am Sonnabendmorgen auch zwei Jungen aus Stahnsdorf leidvoll erfahren. Die beiden zwölf und 13 Jahre alten Schüler waren unweit des Stahnsdorfer Südwestfriedhofs unterwegs. Dabei kamen sie einem Wildschwein, das möglicherweise auch Nachwuchs bei sich hatte, in die Quere.

Der Schwarzkittel, so werden die Tiere in der Jägersprache genannt, ließ sich nicht in die Flucht schlagen. Den Jungen blieb deshalb nichts anderes übrig, als ihrerseits die Flucht anzutreten. In diesem Fall: nach oben.

Sie retteten sich vor dem Wildschwein auf einen Baum - und kamen von dort erst einmal nicht wieder herunter. Denn das Tier machte keine Anstalten zu verschwinden.

Nun trat eine Mitschülerin der Jungen auf den Plan. Sie alarmierte per Notruf die Polizei. Irgendwie muss das Schwein davon Wind bekommen haben. Denn noch vor dem Eintreffen der Beamten trollte sich der Angreifer. Die Jungen konnten unbeschadet ihren unfreiwillgen Hochsitz verlassen.

Die Polizeibeamten suchten noch nach dem Tier, konnten es aber nicht finden. Eine Fahndung wurde nicht ausgelöst. „Dem Schwein ist ja keine Straftat vorzuwerfen“, sagte ein Polizeisprecher augenzwinkernd. Zur Sicherheit habe man aber den zuständigen Jagdpächter informiert. Warum das Wildschwein die Kinder zur Flucht auf den Baum getrieben hat bleibt auch für die Polizei ein Rätsel.