Nauen

Neonazi-Netzwerk: Generalbundesanwalt ermittelt nicht

Die bislang vorgelegten Akten zeigten noch nicht "das Gesicht einer terroristischen Vereinigung“, heißt es beim Generalbundesanwalt.

Feuerwehrleute versuchen am 25.08.2015 den Brand in einer Sporthalle in Nauen (Brandenburg) unter Kontrolle zu bringen. Ein Neonazi-Netzwerk soll für den Brand verantwortlich sein

Feuerwehrleute versuchen am 25.08.2015 den Brand in einer Sporthalle in Nauen (Brandenburg) unter Kontrolle zu bringen. Ein Neonazi-Netzwerk soll für den Brand verantwortlich sein

Foto: Julian Stähle / dpa

Der Generalbundesanwalt ermittelt vorerst nicht zum Fall des mutmaßlichen Neonazi-Netzwerks von Nauen.

Die bislang vorgelegten Akten zeigten noch nicht „das Gesicht einer terroristischen Vereinigung“, bestätigte ein Sprecher am Sonnabend einen RBB-Bericht.

Allerdings seien den Karlsruher Ermittlern noch nicht alle Akten vorgelegt worden. Das betreffe vor allem einen Ermittlungskomplex zu Übergriffen auf Politiker, hieß es weiter. „Wenn uns das komplette Material vorliegt, werden wir abschließend prüfen“, betonte der Sprecher der Bundesanwaltschaft.

"Rechte Stadtguerilla" verbreitet Angst und Schrecken

Die Ermittlungsbehörden in Brandenburg hatten der Bundesanwaltschaft die Akten zum Brandanschlag auf eine Nauener Turnhalle, zu Farbanschlägen auf Parteibüros sowie zu einem Fahrzeugbrand übergeben - um zu prüfen, ob es sich bei den Verdächtigen um eine mutmaßliche terroristische Vereinigung handelt. Den Verhafteten wird vorgeworfen, als eine Art „rechte Stadtguerilla“ durch ihre Taten Angst und Schrecken verbreitet zu haben.