Drei Vorfälle

In Brandenburg stehlen Diebe offenbar Kängurus

Innerhalb weniger Wochen sind in Brandenburg drei Känguru-Babys verschwunden. Möglicherweise sind spezialisierte Diebe unterwegs.


In Brandenburg sind innerhalb weniger Wochen drei Kängurus verschwunden

In Brandenburg sind innerhalb weniger Wochen drei Kängurus verschwunden

Foto: dpa / picture alliance / Werner Struss

Waren es Raubtiere oder organisierte Diebe? In Brandenburg ist innerhalb weniger Wochen schon das dritte Känguru-Baby verschwunden.

Zwei der Vorfälle ereigneten sich im Oderbruchzoo Altreetz (Märkisch-Oderland), ein weiterer bei einer Halterin in der näheren Umgebung. Das sagte die stellvertretende Leiterin des Oderbruchzoos, Sabine Klein, am Dienstag

Jedes Mal sei ein Baby aus dem Beutel eines Muttertieres verschwunden. Zwei Mal wurde die Mutter tot gefunden. Die letzte Tat habe sich am vergangenen Freitag ereignet.

"Mit dem Känguru am Frühstückstisch sitzen"

Was hinter den Vorfällen steckt? Da kommen für Klein zwei Erklärungen in Betracht. "Es kann ein wildes Tier gewesen sein." Ein Marderhund könne zum Beispiel dahinter stecken. "Oder es war ein organisiertes Verbrechen."

Manche spezialisierte Diebe bedienten einen Schwarzmarkt für Menschen mit falsch verstandener Tierliebe. "Wer ein zahmes Känguru haben will, muss es als Baby mit der Flasche aufziehen", so Klein. Manche Leute wollten "mit einem Känguru am Frühstückstisch sitzen". Tiere, die bei Tierparks und anderen seriösen Haltern aufwachsen, hätten diese extreme Nähe zum Menschen nicht.

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